iBasso SR2 im Test – grandioser Kopfhörer als Nachfolger

Der iBasso SR2 ist der zweite OverEar-Kopfhörer des bekannten Herstellers von DAPs und InEar-Kopfhörer. Nachdem das Debut mit dem auf 500 Stück limitierte SR1 Kopfhörer sehr erfolgreich war, war es nur eine Frage der Zeit, ob es einen Nachfolger geben würde. Tatsächlich ist der SR2 veröffentlicht worden. Was sich alles verändert hat, das erfährst du in diesem Artikel…


VORWORT


Ich hatte lange überlegt, ob ich damals den SR1 behalten sollte oder nicht. Sein Industrial Design und die MMCX-Buchsen waren am Ende die Punkte, weswegen ich ihn nicht behalten hatte. In diesen Punkten hat ganz oberflächlich gesehen der iBasso SR2 meine Hoffnungen erfüllt. Um so spannender war es nun, mir ein Bild über die klanglichen Eigenschaften des SR2 zu machen. Kann er mich genauso abholen wie damals der SR1?

Dazu darf ich anmerken, dass ich gern einen 1:1-Vergleich angestellt hätte, doch ein SR1 war leider nicht mehr aufzutreiben. Aus dem Gedächtnis kann ich nicht vergleichen, da würde ich beiden Kopfhörern sicherlich Unrecht tun. Trotzdem gibt es Erinnerungen, die in Teilen aufflammen wenn ich bestimmte Teststücke höre. So ist mir zumindest ein recht oberflächlicher Vergleich möglich. Auch die damaligen Messungen und Hörproben helfen mir, meinen Eindruck zum SR2 in Bezug zum SR1 einzuordnen.


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Der iBasso SR2 wurde mir von Hifi-Passion.de leihweise zur Verfügung gestellt. Dafür an dieser Stelle ein großes Dankeschön!

Verpackung & Zubehör


Das Verpackungskonzept des iBasso SR2 ist recht pragmatisch gehalten. Der Kopfhörer mitsamt 3,5mm-Kabel und 6,3mm-Klinke-Adapter befinden sich in dem mitgelieferten Hardcase. Die Dokumentation und ein zweites Paar Ohr-Pads sind in einem zusätzlichen Karton in der Präsentationsverpackung verstaut.



Design & Verarbeitung


In Design und Farbe nimmt der SR2 seinen Vorgänger als Vorlage, macht jedoch den Schritt vom Industrial-Design hin zu Lifestyle. Die Treiberghäuse sind weiterhin in Silber gehalten, bestehen nun aber aus einem Stück. Beim SR1 glichen die Gehäuse eher einem 3D-Puzzel. Gitter, Kopfband und Kopfbandleder sind weiterhin schwarz gefärbt. Auch das Kabel ist erneut transparent/silber gehalten, darf aber beim SR2 mit Klinke-Stecker an den Gehäusen verbunden werden. Beim SR1 hat iBasso noch auf MMCX-Buchsen gesetzt, was es etwas schwieriger machte, passende Kabel von Drittherstellern zu finden.

Die Verarbeitung ist insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Im Vergleich zum SR1 hat der iBasso SR2 in nahezu allen Disziplinen Verbesserungen erfahren. War das industrial Design noch etwas tolerant verarbeitet, sind bei diesem Lifestyle-Kopfhörer keine Unregelmässigkeiten zu erkennen. Das gilt sowohl für die Herstellung der Einzelteile als auch für das zusammengesetzte Ergebnis selbst.


Tragekomfort


Doch ganz perfekt ist auch der SR2 nicht. Das Kopfband möchte mit seinem Verstellmechanismus nicht in der von mir eingestellten Weite verbleiben. Das Lederband rutscht allmählich immer wieder zu den Begrenzungselementen hoch. Die Mechanik ist mit Torx-Schrauben verschraubt. Doch ein festeres Anziehen der Schrauben am Verstellmechanismus hilft nicht zufriedenstellend. Da außer mir niemand den iBasso SR2 hier nutzt, habe ich einfach die Begrenzungselemente gelockert und neu platziert. Der obere Anschlag für das Kopfband ist somit niedriger und für mich genau optimal passend eingestellt.

Dabei ist ein positiver Nebenfeffekt eingetreten. Als dann doch meine Tochter mit dem Kopfhörer gehört hat, musste sie ihn kleiner stellen, was natürlich weiterhin möglich ist. Durch die veränderte Platzierung der Begrenzer im Zusammenspiel mit kleiner eingestellten Weiten, rutscht das Kopfband auch nicht mehr nach oben. Die feine Änderung der Spreizung der zwei Federstahlelemte reicht offensichtlich aus, das automatische Zurückstellen zu unterbinden. Nachteil ist, dass eben noch größere Köpfe dann die Weite nicht mehr entsprechend einstellen können. Dann müssen die Begrenzer wieder mittels Werkzeug verstellt werden.

iBasso SR2: ein Blick auf das edle Rindsleder-Kopfband und auf Weiten-Mechanismus



In Bezug auf die Weiteneinstellung wünschte ich mir eine besser funktionierende Lösung für den iBasso SR2. Beim SR1 gab es das Verrutschen-Problem nämlich nicht.

Was den Tragekomfort angeht, gibt es beim iBasso SR2 nichts zu beanstanden. Die Polster sind sehr bequem und bieten auch für meine großen Ohren gut Platz. Die Ohrpolster sind zudem ähnlich wie bei Beyerdynamic austauschbar. Eine dünner Kunststoffrand wird um den Treiber herum in eine Spaltaufnahme eingedreht. Mit ein wenig Übung sind die Polster schnell austauschbar.
Bei meinem Testkopfhörer waren die mit kleinen Löchern perforierten Polster aufgezogen, welche für einen sehr satten Klang sorgen. Die Polster mit den größeren Löchern führen zu einer drastischen Reduzierung des Bassbereiches, während obere Mitten und Hochton etwas kräftiger klingen. Mir gefällt der satte Klang besser, denn nur in dem Modus kommt die charakteristische Eigenschaft der Silikon-Sicken-Treiber zur Geltung.



Technik


Ich habe bereits angedeutet, dass der iBasso SR2 in Bezug auf die Treiber etwas Besonderes ist. Die Treiber sind nämlich wie die von Lautsprechern aufgebaut. Die schallerzeugenden Flächen sind nicht hart am Rahmen angebunden sondern in Silikon-Sicken eingefasst. Das unterstütz den Bass in der Hinsicht, dass er sehr schön organisch klingt und auch dieses typische „Subwoofer-Wabbern“ abbilden kann. Die Membran besteht aus Carbonfaser und ist maximal flächensteif, was wiederum jedweden Bass sehr akkurat und präzise abbildet und zugleich für klare Mitten und eine aufgeräumte Hochtonwiedergabe sorgt.

Mit nur 24 Ohm Impedanz und einem Schalldruckpegel von 108dB/mW lässt sich er iBasso SR2 sehr leicht antreiben und liefert bereits an einem Smartphone oder Tablet hohe Lautstärken. Ganz klar profitiert der SR2 aber davon, an einem separaten Kopfhörerverstärker betrieben zu werden. Der SR2 spielt mit einer hohen Akkuratesse, so dass sofort Unterschiede bei der Abbildung hörbar werden und er sein volles Potential entfalten kann. Schon ein ifi Audio Zen DAC reicht aus, dieses Potential freizuschalten. Am SPL Phonitor One D oder dem ifi Audio micro iDSD Signature blüht der iBasso SR2 dann komplett auf.

Wer seine Musik eher mit DAPs hört, der hat bereits mit dem iBasso DX160 einen super Spielpartner für den iBasso SR2. Da sind der iBasso DX220 Max oder der Fiio M15 fast schon ein wenig zu viel des Guten.


iBasso Setup: SR2 am DX160 oder DX220 Max


Hinweis:
An dieser Stelle der Hinweis zur Gefahr, sich beim Aussetzen zu hoher Lautstärke das Gehör nachhaltig schädigen zu können. Das gilt für die Benutzung von Kopfhörern im Allgemeinen.



Externe Playlisten – Qobuz & Spotify


Ich habe in einigen Playlists Musik zusammengestellt, mit welchen sich Eigenschaften von Kopfhörern besonders gut heraushören lassen. Am besten Du hörst Dich selbst durch meine Playlisten durch.


Mit den folgenden Links gelangst du direkt zu den Anbietern. Es handelt sich um keine Affiliate-Links. Hast du bei den Streaming-Diensten kein angemeldetes Konto, kannst du jeweils knapp 30 Sekunden in die Songs reinhören. Eine Verpflichtung zu Anmeldung besteht dafür natürlich nicht.


Der folgende Link führt Dich zur Miniklangwunder-Spotify-Playliste und mit Klick auf die unten aufgeführten Banner gelangst du zu den Miniklangwunder-Qobuz-Playlisten. Diese werden sogar von Qobuz direkt unterstützt. Qobuz hat sie unter der Rubrik “Events & Medien” veröffentlicht. 🙂



Wer also maximal audiophiles Streaming nutzen möchte, klickt sich einfach zur Qobuz-Playliste von Miniklangwunder.

https://open.qobuz.com/playlist/4070201

Hörproben


Ich habe mich entschieden, Hörproben zu nutzen, die ich im Bericht zum SR1 bereits verwendet habe. Da mir der SR2 mit den grob gelochten Pads schlicht zu wenig Bass hat, habe ich alle Hörproben mit den feiner gelochten Pads absolviert. Zu finden sind einige der unten aufgeführten Songs unter anderem auf Qobuz und Spotify.

Der jeweils erste Absatz für die aufgeführten Hörproben beziehen sich jeweils auf den SR1. Im zweiten Absatz werden die Eindrücke mit dem SR2 in Bezug zum SR1 ergänzt.


„When she sings to me” Jeff Cascaro


Das ist einer meiner ersten Songs, die ich mit jedem Kopfhörer zuerst höre und mittlerweile auch einer meiner Lieblingssongs. Es kommt weniger auf Dynamik an. Hier muss mich ein Kopfhörer tonal abholen. Spielen die Bläser zu “topfig” oder ist die Brillanz der schnell angeschlagenen Crashbecken zu metallisch, dann passt für mich oft der Hochton nicht. Zudem darf Jeff Cascaro mit seinem Gesang nicht zurück stehen, gern darf er sich etwas vor den Instrumenten platziert. Beim iBasso SR1 steht er neben dem Solobläser und ich bekomme das Gefühl, als begleite Jeff selbst das Solo mit einer Rassel.

Das höre ich mit dem SR2 ganz genauso. Die Bassanschläge kommen mit dem SR2 prägnant, schwingen aber sanft nach. Beim SR2 sind diese Anschläge etwas straff und er bringt einen kräftigen Punch mit. Mit dem SR1 wird kein Instrument in den Vordergrund geschoben. Der SR2 hingegen bringt eine leichte Betonung im Bereich der Mitten mit, die einzelne Klaviertöne recht energisch klingen lassen. Insgesamt hört sich der Song sehr gut an, doch das Klavier dürfte etwas unauffälliger sein. Der SR2 spielt dennoch ausgewogener als der SR1.


„Train Song“ Holly Cole 


Die musikalische Umsetzung der Dampflokomotive gelingt mit dem SR1 spektakulär. Ich möchte fast sagen, dieser Song ist wie für ihn gemacht. Da kommt kein anderer meiner Kopfhörer heran. Bisher war der Nighthawk hier Platzhirsch, doch im direkten Vergleich wirkt er dann sogar zu dunkel. Wie das immer so ist, das Bessere ist stets der Feind des Guten. Der SR1 deckt sowohl den Tiefbass perfekt ab als dass auch die “Dampfgeräusche” sehr schön plastisch und räumlich wiedergegeben werden. 

Wie wahr geschrieben und was für den SR1 gilt, gilt auch für den SR2. Die leichte Betonung der Mitten des SR2 tut dem Song sogar zusätzlich gut. Im Tiefbass scheint mir allerdings der SR1 tatsächlich noch etwas prägnanter gewesen zu sein, dafür aber nicht so akkurat. (Anm.: das zeigt sich später tatsächlich auch bei den Messungen)


„Fat Roller“ Boris Blank

Mit dem Track stelle ich immer recht schnell fest, ob ein Kopfhörer in der Abstimmung meinem Geschmack nahe kommt. Wenn der weiche Bass nicht ordentlich zu hören ist, klingt dieses Lied für mich einfach zu hell. Kommen dann noch betonte Mitten und Höhen dazu, nervt mich das Zuhören schnell. Der SR1 zeigt hier, was er kann. Der leicht federnde Bass ist hier absolut von Vorteil. Die sanften Mitten und die leichte Betonung im Präsenz-/Brillanzbereich geht voll in Ordnung. Auch hier passt die Abstimmung des SR1 optimal. 

verleiht dem Oberbass etwas mehr Punch, erzeugt jedoch nicht so ein kräftiges Bassfundament wie der SR1. Beide Betonungen sind für diesen Song unbedingt notwendig, welche aber besser ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ist der SR1 seinem Nachfolger hier eine Nase voraus.

„16 Tons“ Tom Morello

Tonal auch hier alles hervorragend. Der Bass, das Klavier und die Gitarre klingen authentisch. Was mich hier besonders Beeindruckt ist die räumliche Darstellung und die tolle Dynamik mit der der Bio-Zellulose-Treiber zu Werke geht. … Mit dem iBasso SR1 kann ich den Song auf Dauerschleife abspielen, ohne dass er langweilig wird. 😉

Auch hier liegen SR1 und SR2 nicht weit auseinander. Die angesprochene Dauerschleife möchte ich aufgrund des intensiven Klaviers mit dem SR2 dann doch nicht haben. Die Räumlichkeit fällt mit dem SR2 etwas intimer aus, dafür ist der Bass etwas schneller und druckvoller. Für mich liegt jedoch auch hier der SR1 knapp vor dem SR2..


“Janie’s got a gun” Aerosmith


Wenn man so möchte, ein Klassiker aus meiner Jugend. Völlig anders abgemischt als die heutigen Songs. Alles etwas ursprünglicher und flacher. Das hört man auch mit dem SR1. Er macht alles richtig und beschönigt nichts. Und gerade deswegen sind diese alten Rock-Songs, gemastert in den 90ern, dann doch nicht die Paradedisziplin für den iBasso SR1. Da darf dann doch der Focal Elear oder der Elegia ran, denn ohne den federnden Bass und etwas waagerechterer Balance spielen sie dann diesen Song doch etwas authentischer. 

Ich hätte es nicht gedacht, doch die kleinen Unterschiede zum SR1 machen den SR2 bei dieser Art von Musik absolut brauchbar. Der punchige Bass bringt hier den größten Vorteil. Denn der verleiht den doch oft recht „flach“ abgemischten Stücken etwas mehr Lebendigkeit. Jedenfalls ist der SR2 für Classic Rock oder Metall geeignet und löst gelegentlich ein zaghaftes Headbanging aus.


“Dark Day” Blues Company


Zum Abschluß noch ein Paradebeispiel für den iBasso SR1. Schön kräftig gemasterte Vorlagen gibt er wieder, als wäre er dafür gemacht. Insbesondere bei diesem ruhigen und dennoch mit akustischen Reizen vollgepackten Song klingt alles auf den Punkt. Der kräftige und im Abklang zugleich weiche Bass mit gewitterartigen Breaks wird präzise wiedergegeben. Dazu als Gegenpol der helle Männergesang und Akzente mit Halleffekten und ein vor angenehmer Brillanz strotzendem Schlagzeug… herrlich. Die Positionierung der einzelnen Instrumente und auch das entfernte Auftauchen der einzelnen akustischen Akzente gelingt dem iBasso SR1 hervorragend.

Hier setzt der SR2 konsequent noch eins drauf, wobei er den Gesang noch etwas kräftiger betont, was mir in diesem Fall sogar sehr gut gefällt. Der Song klingt mit dem SR2 einfach atemberaubend und hier darf dann gern auf “Wiederholen“ gedrückt werden. 😎


Klangfazit


Der iBasso SR2 schafft es die Klangreproduktion mehr in die audiophile Richtung zu bringen. Wo der SR1 an einigen Stellen noch etwas zu viel gezeigt hat, spielt der Nachfolger erwachsen und authentisch auf. Insbesondere Stimmen stellt der SR2 mit seiner Abstimmung deutlicher dar und spielt zugleich auch etwas angenehmer im Hochton. Trotzdem ist der SR2 ebenso spielfreudig und dynamisch. Mit den alternativen Pads spielt er hingegen sehr analytisch. Das ist mir zum einen oft deutlich zu viel und zum anderen geht das Besondere der Silikon-Sicken-Treiber verloren. Mit so einem abgespeckten Bassbereich kann der SR2 sein Potential nicht zeigen, dafür wäre mir der Hörer an sich zu schade.


Youtoube-Video

Auch wenn zur Weihnachtszeit entstanden, ist das Video zum iBasso aus dem Geschenkefinder eine gut Ergänzung zu diesem Artikel. Wer möchte, kann sich so noch mit 11 Minuten zusätzlich informieren. 😎



Modifikation & Vergleich zum Denon AH-D7200


Wer noch mehr im Bereich Bass aus dem Treiber herausholen möchte, ohne einen Equalizer zu verwenden, der sollte sich mal die runden Kunstleder-Polster von Brainwavz ansehen. Diese müssen jedoch mit der Schere etwas modifiziert werden, damit das Aufziehen möglich wird. Am Ende wird man mit einem unterhalb 60 Hz moderat erhöhtem Bass belohnt. Im Bereich ab 3kHz wird zudem noch ein Hifgh-Shelf hörbar, der den Hochton deutlich ernergischer werden lässt.

iBasso SR1 & SR2 im direkten Messvergleich



Mit den Brainwavz-Pads gefällt mir der Klang des SR2 sogar noch etwas besser . Ich hätte fast gesagt, dass er erst damit optimal (für mich) klingt. Allerdings zeigt sich beim Hören Querbeet, dass der mir der Hochton eine Spur zu ambitioniert ist. In Verindung mit dem satterem Bass geht aber auch ein wenig der iBasso-Charakter verloren. Mit diesem modifiziertem Klangtuning erinnert mich der SR2 irgendwie an meinen Denon AH-D7200. Denon verwendet ein sehr ähnliches Prinzip mit seinem Bio-Zellulose-Treiber und bietet einen ähnlich lebhaften und punchigen Bass. Anbei der direkte Vergleich der Messungen.

iBasso SR2 & Denon AH-D7200 im Vergleich



Der Denon AH-D7200 spielt im Oberbass etwas gelassener und holt den Druck mehr aus dem Tiefbass. Den Gesang präsentiert er recht ähnlich dem SR2 mit den fein gelochten Pads. Im Hochton spielt der Denon einen Hauch sapßiger, doch nicht so kräftig wie der SR2 mit den Brainwavz Pads. Wer auch Lust auf den Denon bekommt, hier verlinke ich zu dem entsprechenden Artikel:
Zum komplette Bericht auf Miniklangwunder zum Denon AH-D7200 und dem AH-D9200 ist hier entlang.


eines der besten Herstellerkabel bisher



Fazit


Mit dem SR2 präsentiert iBasso einen sehr guten Nachfolger zum SR1, der konsequent alles ein Stück weiter nach vorne bringt. Designtechnisch im Lifestyle angekommen, spielt er auch insgesamt präziser und ist mit seiner nun etwas weniger bassbetonten Abstimmung als audiophiles Wiedergabegerät zu bezeichnen.
Der SR2 spielt angeregt und dynamisch, überzeugt besonders in der Darbietung von Gesang und stellt Details schön heraus. Dank der zusätzlichen Pads wird der SR2 sogar zu einem analytischen Hörer. Das wiederum dürfte ihn auch für Freunde einer weniger bassgetriebenen Abstimmung interessant machen.

Unterm Strich ist der iBasso SR2 eine absolute Empfehlung. Mit seinen 569,-€ (Stand Januar 2021) spielt er auf dem Niveau von Kopfhörern anderer Hersteller, für die gern fast der doppelte Preis verlangt wird. iBasso zeigt hier einmal mehr, dass hervorragende Qualität zu einem angenehmen Preis möglich ist.


Bewertung


  • 94%
    Tiefbass - 94%
  • 96%
    Bass - 96%
  • 94%
    Mitten / Stimmen - 94%
  • 96%
    Mitten / Instrumente - 96%
  • 94%
    Obere Mitten - 94%
  • 98%
    Brillanz / Hochton - 98%
  • 98%
    Auflösung / Transparenz / Separation - 98%
  • 94%
    Dynamik - 94%
  • 94%
    Räumlichkeit - 94%
  • 90%
    Design / Konstruktion - 90%
  • 98%
    Verarbeitung - 98%
  • 96%
    Tragekomfort - 96%
  • 96%
    Preis / Leistung - 96%
95.2%



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Klangfreund"M"

gelernter Radio- und Fernsehtechniker und ein Klangfreund mit Leidenschaft zu Kopfhörern, DAPs und sonstigen Miniklangwundern; liebt eine ordentliche Reproduktion satter Bässe, ausgewogene Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten, entspannter Hochton mit akzentuierter Brillanz, kurz TP-Signatur; OverEar-Lineup: Focal Clear Pro, Sennheiser HD800s, DCA Ether2, DCA AEON Flow 2 Open, Stax L500 Pro, Austrian Audio Hi-X65, Focal Celestee, DCA AEON2 Noiré; Im Bestand sind folgende InEars: Sennheiser IE900, iBasso iT07, Fiio FD1, IMR Ozar; Dauerhaft eingesetzte DAPs: iBasso DX300 Max, DX300 & AMP12, Cayin N3Pro; Kopfhörerverstärker im Bestand: Audiovalve Solaris, SPL Phonitor XE & Phonitor One D, ifi Audio ZEN DAC & CAN, micro iDSD Signature