Bluetooth Lautsprecher – Trendwoo Music Tube – Der beste Outdoor Lautsprecher

Vor 4 Wochen habe ich bereits den BeatIt von Trendwoo getestet. Hier ist der Beitrag zum BeatIt zu finden. Dieser Lautsprecher war der Grund, dass ich meinen Denon Envaya Mini und meinen JBL Charge 2 nun verkauft habe. Nach dem BeatIt war ich mir nicht ganz sicher, was mich mit dem Music Tube erwartet. Trendwoo ordnet ihn ja der Outdoor-Sparte zu.
Für den Outdoor-Bereich gedachte Lautsprecher sind oftmals etwas „dünn“ untenrum, spielen dafür oft recht laut.
Selbst Phillips mit der Shoqbox XL reduziert im Outdoor-Modus massiv den Bassbereich aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen.
Stört so vielleicht die Nachbarn nicht so sehr. 😉
Dennoch habe ich mich getraut…

Ausstattung
Der Music Tube ist hinsichtlich der Ausstattung ebenso wie der BeatIt einfach gehalten. Neben der Bluetooth-Funktionalität ist ein 3,5mm Klinke-Eingang für Zuspielung des Audio-Signales und ein Mikrofon für die Freisprechfunktionalität enthalten. Auch der Music Tube verfügt laut Trendwoo über einen 4.000mAh Akku, bei meinen Modellen zeigte mein Ladegerät 4.370mAh und 4.430mAh an. Ein AUX-Kabel sowie ein MicroUSB Kabel gehören zum Lieferumfang. Wie der BeatIt verfügt auch der Music Tube über X-Bass, dazu später mehr.

Design
Die meisten Hersteller scheinen sich aktuell einig zu sein, dass Outdoor-Lautsprecher vorzugsweise in Röhrenform daherkommen.
Oft wird damit geworben, dass gerade bei Fahradtouren der Lautsprecher im Flaschenhalter transportiert werden kann, doch eine Indoor-Nutzung oftmals nicht wirklich durchdacht ist. Beim Trendwoo Music Tube gibt zwei Aufstellmöglichkeit, eine in vertikale Richtung
mittels einer Gummierung an einem Ende des Lautsprechers und eine horizontale Aufstellmöglichkeit mittels in Längsrichtung angebrachte parallele „Gummischienen“. Der Mantel des Zylinders ist aus Metall und sehr robust. Das Design ist schnörkel- und zeitlos, wird jedoch durch die Lackierungen in Grün und Orange sehr interessant und unterstreicht den aktiven Charakter des Music Tube. Mir persönlich gefällt das Grün in Natura etwas besser als das etwas dunklere Orange, doch über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten. 😉
Einzig beim Transport im Flaschenhalter meines Fahrrades, bei dem die Halterung zum Teil aus Metall besteht, gibt es den einen oder anderen kleinen Kratzer im Lack des Lautsprechergitters. Das ist aber zu verkraften, wenn man diesen im Outdoor-Bereich verwendet und weiß, dass es oft auch etwas ruppig mit dem Lautsprecher zugehen kann. Auch wenn die Lautsprecherlackierung gegenüber Kratzer etwas empfindlich reagiert, ziehe ich hier keinen Stern ab.
Die Bedienelemente sind nicht einfach irgendwo als Block angebracht. Der Ein-/Aus-Schalter befindet sich am gummierten Ende und die übrigen Taster dezent gehalten an der Längsseite. Nicht zu vergessen stimmt auch das Gewicht des Trendwoo. Nicht zu leicht um billig zu wirken und nicht zu schwer um klobig zu sein. Der Trendwoo Music Tube ist aus meiner Sicht nahe am Optimum, was mit einem Röhrendesign mit der Materialwahl wie beim Music Tube machbar ist.

Bedienung
Beim ersten Einschalten meldet sich der Trendwoo Music Tube mit recht leisen und kurzen Statustönen, was ich als sehr angenehm empfinde. Das ändert sich auch zu keiner Zeit und er fängt auch nicht an nervige Voice-Prompts auszugeben.
Bei Erreichen der Maximallautstärke wird das mittels einer roten LED angezeigt, während die mittige LED blau leuchtet und blinkt, wenn der Kopplungs-Modus aktiv ist und dauerhaft leuchtet, wenn eine Verbindung aufgebaut wurde. Die dritte grüne LED leuchtet, wenn ein AUX-Kabel eingesteckt ist. Die Bedienung ist auch hier nach kurzem Testen wieder als intuitiv zu bezeichnen. Die Plus und Minus Tasten sind doppelt belegt, so dass ein langer Druck ein Lied vor oder zurückschaltet, wobei einzelne Betätigungen die Lautstärke verändern. Hier kann auch sehr schnell einzeln gedrückt werden, der Trendwoo interpretiert die Tastendrücke stets korrekt.

Laufzeit
Den Music Tube hatte ich nun einige Tage auf der Arbeit in Bürolautstärke laufen und ich musste nur alle drei Tage nachladen, wobei der Lautsptrecher täglich etwa 5 bis 6 Stunden in Betrieb war. Das ist ein sehr guter Wert und liegt gleichauf mit dem JBL Flip 3, der einen 3.000mAh Akku verbaut hat.

Klang
Eingang habe ich davon geschrieben, dass viele Outdoor-Lautsprecher quasi über keine ordentliche Wiedergabe im Bassbereich verfügen. Dem wurde mit dem Trendwoo Music Tube abgeholfen. Dieser spielt sehr sauber auch bei Maximallautstärke. Bässe werden schon hörbar ab 60Hz wiedergegeben womit ich auch den angepriesenen X-Bass bestätigen kann und ab 100Hz erreicht der Music Tube sozusagen den linearen Wiedergabebereich. Der Music Tube gibt im Bereich der Höhen die Frequenzen bis 15kHz druckvoll wieder.
Insgesamt klingt der Lautsprecher offen und auch sogar ein Stück brilliant.
Nachdem nun einige Mitleser im Hifi-Forum bei Miniklangwunder den Trendwoo BeatIt ebenfalls gehört haben und sich zum Teil einen Lautsprecher ähnlich des BeatIt wünschen, jedoch mit etwas weniger Bass, habe ich beide mal miteinander verglichen.

tube vs. beatit

Aufschluss gibt das Bild zu den Messkurven des BeatIt (schwarz) und des Music Tube  (rot) zueinander. Beide Lautsprecher gleichen sich auffällig im Bereich von 100Hz bis 8kHz. Im Bass ist der BeatIt ein Stück intensiver und ist wärmer abgestimmt als der Music Tube, welcher im Bereich ab 8kHz etwas mehr zu bieten hat als der BeatIt. Der Hörvergleich bestätigt das auch so.

Was ist davon zu halten?
Auch im Innenbereich höre ich gern der Music Tube, doch der BeatIt gefällt mir da etwas besser, zumal ich sehr gern basslastige Musik wie Elektronik, Jazz oder Chillout höre. Im Outdoorbereich trumpfen dann die Vorteile des Music Tube auf, da die Höhen etwas durchsetzungsfähiger sind, jedoch der Bass mit zunehmender Lautstärke nicht an Präsenz verliert. Hier ist es sogar so, dass der Music Tube immer erwachsener klingt, je lauter er spielt. Der X-Bass Aufdruck am Music Tube ist berechtigt, wenn auch zum BeatIt etwas schwächer. Viele andere Outdoor-Lautsprecher können sich da aber trotzdem eine Scheibe abschneiden. 😉
Ein direkter Vergleich zu anderen Geräten ist ohne Weiteres nicht machbar, da Trendwoo sich geschickt in einem Preissegment platziert, welches genau zwischen den vorherrschenden Platzhirschen und den Billigheimern liegt. Die Trendwoo Lautsprecher sind da quasi konkurrenzlos.
An den Charge 2 oder den Flip 3 kommt der Music Tube klanglich nicht ganz heran, wobei aus meiner Sicht da nicht viel fehlt. Doch dafür kostet er im Vergleich zum Flip 3 weniger als die Hälft, vom Charge 2 erst gar nicht zureden.

HIer noch ein weiteres Video mit einem optischen Vergleich zu Flip 3.


So greife ich drinnen dennoch nicht zum Equalizer, wie ich es sonst so oft praktiziere. Das liegt einfach daran, dass die klangliche Abstimmung trotzdem bei diesem Lautsprecher für mich einfach nur stimmig ist. Wer aber mehr Bass hören möchte, der darf ruhig zum EQ greifen, der Music Tube schaffst auch das mit Bravour. Die Verstärkerschaltung ist auch bei diesem Lautsprecher optimal abgestimmt, so dass ein Eigenrauschen quasi nicht auszumachen ist.

Fazit
Der Trendwoo Music Tube ist mein Tipp im Bereich der Outdoor-Lautsprecher, wenn keine Zusatzfeatures wie MicroSD-Karte o.ä. erwünscht sind.
Er ist für mich gerade auch im Kontrast mit den Gehäusefarben die perfekte Ergänzung zum etwas konservativen Indoor-Lautsprecher BeatIt.

Mark "MLSensai"

  • gelernter
  • Radio- und Fernsehtechniker mit Leidenschaft zu Kopfhörern, DAPs und sonstigen Miniklangwundern
  • liebt
  • eine ordentliche Reproduktion satter Bässe, ausgewogene Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten, entspannter Hochton mit akzentuierter Brillanz -> bildlich ein leicht nach links gedrehter, flacher Kreisausschnitt als Klangkurve
  • hört mit
  • Over Ears: Sennheiser HD700, Fostex TH-X00; InEars: Brainwavz B400, iBasso iT01; DAPs: Fiio X7.2, Shanling M3s

Ein Kommentar:

  1. Ich habe 70€ und ich würde mir gern den besten Bluetooth Lautsprecher, dass ich bekommen könnte. Es wäre sehr nett ob du mir dabei helfen könntest.

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