Fiio Kopfhörerverstärker BTR1 im Test – Auf den Punkt gebracht!

Fiio ist bekannt für sehr gute Lösungen im Bereich mobiler Geräte für Musikwiedergabe. Dazu gehöre DAPs, Kopfhörer und auch Verstärker. Mit dem BTR1 und dem Q1.2, zu diesem in einem späteren Artikel mehr, sind unlängst zwei sehr interessante kleine Kopfhörerverstärker veröffentlicht worden, die ich nun seit einigen Tagen ausführlich teste.

Aber was ist eigentlich der BTR1 genau?

 

 

Fiio BTR1 auf den Punkt gebracht…

 

Der BTR1 ist im Prinzip nichts anderes als ein kleiner Bluetooth-Empfänger mit integriertem Akku und Kopfhörerverstärker. Sony hatte vor Jahren bereits ein ähnliches Gerät im Portfolio, den MW1. Der verfügte jedoch damals noch nicht über das aptX-Protokoll und war mit fast 300€ gut 6x teuer als der Fiio BTR1, der über nahezu verlustfreier Übertragung der Audio-Signale verfügt. Das Sony Gerät hatte zwar ein paar Funktionen mehr und konnte auch Musik von einer MicroSD Karte abspielen, jedoch war es primär in der Rubrik „Wireless Headset“ angesiedelt, da die Headset-Funktion im Vordergrund stand. Heute sind Headsets ultraklein und Smartphones übernehmen die Speicherfunktion für Musik, da diese über ein Vielfaches an Speicherplatz verfügen als zu Zeiten des MW1. Die damalige Bluetooth-Funktion war für das Freisprechen ausgelegt, das Streamen von Musik befand sich noch in den Kinderschuhen.

 

Fiio kommt natürlich aus einer ganz anderen Ecke, denn der BTR1 soll gehobenen Ansprüchen an die Wiedergabe von Musik in HiFi-Qualität gerecht werden und das mit kabelloser Zuspielung. So treibt der BTR1 Kopfhörer bis 150Ohm wie beispielsweise auch einen Sennheiser HD700 kräftig genug an, um in vollen Musikgenuss zu kommen. Ohrenbetäubende Pegel werden dabei allerdings nicht erreicht. Nicht zuletzt bietet der BTR1 mit seiner Bluetooth-Verbindung und dem integrierten hochwertigen Kopfhörerverstärker eine weitere Möglichkeit für Besitzer von iOS-Geräten neuester Generation die lieb gewonnenen analogen Kopfhörer aus den Zeiten noch vor dem iPhone 7 weiter benutzen zu können. Auch mit allen anderen Betriebssystemen ist der BTR1 Dank der standardisierten Bluetooth-Schnittstelle kompatibel.

 

Mit nur knapp 21gr Gewicht und den minimalen Abmessungen von 24mm x 50mm x 11,6mm passt der BTR1 nicht nur in jede Jacken-, Hosen- oder Hemdtasche, sonder er ist mit seinem Clip problemlos an der Kleidung zu tragen und somit als Mikrofon zum Freisprechen mit einem Standard Kopfhörer nutzbar.

 

Hinsichtlich Klang und Lautstärke sind von dem kleinen Helfer keine Wunder zu erwarten. Im Test zeigt sich, dass die von Fiio gewohnte Qualität aber auch im BTR1 enthalten ist. So klingen die „erwachseneren“ Verstärker alle etwas dynamischer und bringen auch eine höhere Endlautstärke mit. Dennoch sind alle meine InEar-Kopfhörer am BTR1 so laut, dass der Betrieb auf Maximum auf Dauer für mich zu laut ist. Über die Detailauflösung und die Basswiedergabe kann ich nicht klagen. Neben dem Mehr an Leistung können ein Fiio E10K Olympus 2 oder ein Q1 MKII Verstärker einen etwas breitere Bühne  – natürlich mit demselben Kopfhörer getestet – darstellen. 

 

 

Fazit

 

Für 55€ bietet der Fiio BTR1 einen sehr guten Klang mit ordentlicher Lautstärke. Derzeit ein konkurrenzloser Mini-Kopfhörerverstärker mit universeller, kabelloser und digitaler Anbindung an beliebige Zuspieler. Der BTR1 ist für unterwegs ein sinnvoller Begleiter, um mit kalgebundenen Kopfhörern dennoch kabellos Musik zu hören. 😉

3 Kommentare:

  1. Falk Kuebler

    Danke für den Tipp. Klingt ja richtig gut.

    Wie ist denn die Herstellerangabe „garantiert eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden“ in der Praxis zu verstehen? Und wie lädt man ihn (z.B. Micro-USB)?

    Darf ich mir an dieser Stelle eine OT-Frage erlauben? Welcher IEM kommt nach Deinem Eindruck der Signatur des Sennheiser IE800 relativ nahe?

    Danke.

    • Hallo, die Laufzeit liegt bei meiner „Hörlautstärke“ bei etwa 10 Stunden. Fiio geht hier den vorsichtigen Weg.

      Ich habe nur den im Hochton schon etwas gezähmten IE800S gehört. Selbst bei dem war es mir etwas zu viel. Sonst habe ich keinen vergleichbaren im Sinn. Bass und Mitten ausgewogen. Druckvoll und Detailreich. Möglicherweise kann der Brainwavz B400 auf Augenhöhe mitspielen.

      Sonst ist die Kombi RHA L1 & CL1 mein derzeitiger Favorit.

      • Falk Kuebler

        „10 Stunden“. Gut zu hören. Morgen kommt meiner.

        Wenn’s nicht zu langweilig/OT wird: Ich hatte/habe den uralten analytisch guten Sony MDR-EX1000 und bin von dem aus verleitet worden, mir einen „preisgünstigen“ gebrauchten IE800 zu kaufen. Nur um festzustellen, dass ich einen Fake gekriegt hatte. Durch einen sehr qualifizierten Fake-IE800-Thread bin ich dann darauf gekommen, dass es hervorragende Fakes gibt, und als ich meinen mit einem originalen IE800 verglichen habe, gefiel mir der Fake sogar einen Tick besser, habe 3 nachgekauft und dabei noch einen weiteren „guten“ erwischt.

        Im Grunde will ich ja gar nicht in die Versuchungen dieses Hobbys geraten (ich war/bin schon wieder am Rande dieses Strudels :-), sondern nur einen guten (den „besten“ 🙂 für alle Musikalien-Fälle haben.

        Insofern ziehe ich meine Frage auch zurück, aber den IE800S würde ich trotzdem gerne mal hören. Wo hattest Du den denn probehören können?

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