Questyle QP2R im Test – High End DAP in Neuauflage

Das chinesisch/amerikanische Unternehmen Questyle hat im Jahr 2012 seinen ersten stationären Kopfhörerverstärker mit Current Mode Technik veröffentlicht. Mit dieser Technik angetriebene Membranen schwingen quasi frei aus, was zu einer Reduzierung von Verzerrungen bei der Wiedergabe akustischer Signale führt. In 2015 wurde der erste tragbare DAP, der QP1R, mit der Current Mode Technik von Questyle auf den Markt gebracht. Der QP1R nimmt im mobilen HiFi-Segment einen beliebten Platz ein.

Im Mai 2017 wurde auf der High End in München unter dem perfekt passendem Motto „let the music play“ der Nachfolger der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich um den QP2R.

Jetzt, Anfang Juli, halte ich ein DEMO-Gerät in meinen Händen und darf Questyles DAP-Flaggschiff selbst auf Herz und Nieren testen.

 

 

Inhalt

  1. Einleitung
  2. Verpackung & Präsentation
  3. Design & Haptik
  4. Bedienung & Handhabung
  5. Software
  6. Technik
  7. Subjektiver Klangeindruck
  8. Fazit

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1. Einleitung

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Als ich die Anfrage vom NT-Global Vertrieb erhielt, ob ich mir den Questyle QP2R ansehen wolle, hatte ich zunächst nicht geahnt, dass er so schnell vor mir liegen würde. So kurz nach der High End in München hatte ich angenommen, dass ich irgendwann nach der Einführung auf dem deutschen Markt ein Testgerät erhalten werde, also frühestens in ein oder zwei Monaten vielleicht.

Doch schon vor einigen Tagen erreichte mich dieses Demo-Gerät. Es handelt sich natürlich noch um ein Vorseriengerät mit einer sehr frühen Software. Einige Funktionen werden derzeit noch überarbeitet und verbessert. Was aber das Design, die Verarbeitung, die Hardware, das Bedienkonzept und letztendlich den Klang angeht, ist mit dem Demo-Gerät jetzt schon klar, was zum offiziellen Verkaufsstart mindestens erwartet werden darf. Ich werde mich in diesem Artikel also genau auf diese Punkte konzentrieren und den Punkte Software nur kurz anreißen.

 

2. Verpackung & Präsentation

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In welcher Verpackung der Questyle DAP später geliefert und was ihm als Zubehör beiliegen wird, kann ich an dieser Stelle nicht sagen, denn ich erhielt den QP2R lediglich in zweckdienlicher Luftpolsterfolie umhüllt in einem Standardkarton. Lediglich beim Einschalten erfolgt eine Art Präsentation des QP2R, indem der Questyle Schriftzug animiert eingeblendet und auf das Alleinstellungsmerkmal Current Mode hingewiesen wird.

 

3. Design & Haptik

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Der DAP mit seinem „roségoldenem“ Aluminium-Full-Body-Gehäuse und der jeweils schwarz verglasten Rück- und Vorderseite, letztere mit dem fürr Questyle typischen kreisrunden Bedienelement versehen, sieht äußerst edel aus. Trotz seiner ordentlichen Größe mit 13,1 cm Länge, 6,5 cm Breite bei einer 18:9 Proportion und mit nur 1,45 cm Dicke, wirkt er schlank und elegant. Mit seinem Volumen von knapp 125 ml und einem Gewicht von 202 gr zählt er dennoch nicht zu den zartesten Vertretern seiner Art, hinterlässt aber in der Hand gehalten einen hochwertigen und zugleich auch soliden Eindruck.

Für mich ist der Formfaktor des QP2R perfekt. Ich kann alle Bedienelemente mit nur einer Hand sehr gut erreichen. Das von seinem Vorgänger übernommene Bedienkonzept, alles mit dem Daumen erreichen und bedienen zu können, inklusive der Bedienung des mechanischen Steuerrades mit Bestätigungstaste in der Mitte, ist sehr gut umgesetzt. Hinzugekommen sind drei Tasten auf der linken Gehäuseseite, die sich zwar nicht mit dem Daumen, dafür aber mit dem Zeigefinger einfach bedienen lassen. Diese Tasten übernehmen eine wichtige neue Komfortfunktion. Mit diesen Tasten haben beim QP2R die Funktionen Wiedergabe sowie das Vor- und Zurückspringen zwischen einzelnen Titeln als auch in den Titeln selbst auch bei abgeschaltetem Display Einzug gehalten. Beim Vorgänger musste zuvor stets das Display wieder eingeschaltet werden, um zwischen den Stücken springen zu können. Das Steuerrad ist zudem umgeben von vier Touch-Tasten, welche ebenfalls per Daumen bedient werden.

Auch wenn es sich nur um ein Demo-Gerät handelt, gibt es an der Verarbeitung nichts zu bemängeln. Ich gehe davon aus, dass dieser DAP in München bereits durch zahlreiche Hände gewandert ist und er wurde mit Sicherheit nicht immer mit Samthandschuhen angefasst. Stünde nicht Demo-Gerät an der Seite, würde der QP2R rein optisch als neu durchgehen.

Hier ein paar Eindrücke in Form von Fotos, die in Sachen Design für sich selbst sprechen.

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4. Bedienung & Handhabung

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Ich hatte erst Bedenken, dass die Rückseite aus Glas den Player aus der Hand rutschen lässt, wie es zum Beispiel bei meinem Honor 8 Smartphone der Fall ist. Doch durch das ordentliche Aluminium-Gehäuse mit den abgeschrägten Kanten passiert das nicht. Mit einer zusätzlichen Hülle gibt es in dieser Hinsicht gar keine Probleme. Selbst die Hülle des QP1R lässt sich nutzen, denn die hinzugekommenen seitlichen Tasten lassen sich auch durch die Hülle einwandfrei bedienen, sie müssen lediglich ertastet werden. Ob eine Hülle im Lieferumfang sein wird, kann ich an dieser Stelle nicht sagen.

Alle mechanischen Tasten haben einen angenehmen und spürbaren Druckpunkt. Das Bedienrad mit mechanischen Feedback funktioniert präzise, wenn auch mit einer kleinen Einschränkung. Beim Demo-Gerät ist die Oberfläche sehr glatt. So glatt, dass es mit dem Finger etwas Druck bedarf, um das Rad drehen zu können. In Zeiten von Touch-Bedienungen ist man jedoch nur noch sanftes Streichen und Antippen gewöhnt. Sind meine Finger sehr trocken, dann fehlt einfach der Grip auf der Oberfläche.

Mit dem Demo-Gerät wurden daher selbsthaftende, dünne Gummischeiben mitgeliefert, die dieses Problem sehr gut beheben. Als optimal empfinde ich diese jedoch noch nicht, denn zum einen wirkt der QP2R damit nicht mehr so edel und zum anderen wird der Druckpunkt der Bestätigungstaste, die immerhin am meisten genutzt wird, sehr schwammig. Das Drehrad selbst lässt sich damit aber hervorragend bedienen.

Im Prinzip würde es schon ausreichen, wenn die Oberfläche des Drehrades eine feine Struktur bekäme oder aber einfach ein dünner durchsichtiger Ring aus weicher Folie aufgebracht würde. Die Folien wären ja jederzeit korrigierbar. Mit einer durchsichtigen Folie würden sowohl die Eleganz als auch die einwandfreie Bedienbarkeit erhalten bleiben.

Die Touch-Tasten reagieren derzeit noch sehr sensibel, zumindest bei Bedienung mit meinem Daumen. Wenn meine Frau den Player bedient, passiert ihr Folgendes nicht. Wenn ich meinen Finger, egal ob Daumen oder Zeigefinger, langsam auf eine der Tasten absenke, dann springt der QP2R beispielsweise gleich zwei oder drei Stücke nach vorn. In der Software ist noch keine Option für die Sensitivität der Touch-Tasten enthalten. Ich gehe aber davon aus, dass hier noch Verbesserungen stattfinden werden. Das ist auch mein Übergang zum Thema…

 

5. Software

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Die Software ist vom Bedienkonzept intuitiv und einfach bedienbar ausgelegt. Schon jetzt befinden sich in der ersten Menü-Ebene nur wenige Menüpunkte, von denen nur der letzte zu weiteren Einstellungen führt. Alle anderen kümmern sich direkt um Funktionen für die Navigation des Speicherinhaltes des QP2R.

In den Einstellungen lassen sich schon jetzt viele Parameter den eigenen Wünschen entsprechend einstellen. Ob die Schrift größer dargestellt werden soll oder ob es um die Helligkeit oder Standby-Zeit des Displays geht, diese Grundlagen sind bereits alle enthalten und selbsterklärend, zudem funktionieren sie einwandfrei.

Möchte man den DAP als reinen DAC nutzen, so gibt es dafür einen eigenen Menüpunkt, der definiert, ob mittels Kabel zum Computer eine Datenverbindung als Speichergerät oder als digitales Wiedergabegerät erfolgen soll. Sogar die Drehrichtung des Lautstärkereglers lässt sich hinsichtlich Lautstärke plus oder minus bereits einstellen. Wie schon genannt, fehlt beispielsweise noch eine Option, die Empfindlichkeit der Touch-Tasten einstellen zu können oder aber die drei neuen Tasten individuell belegen zu können. Möglicherweise sollen die drei neune Tasten für den ein oder anderen doch nicht funktionieren, wenn das Display aus ist. Oder vielleicht sollen sie lediglich in Menüs für die Positionen hoch und runter und als Bestätigungstaste zusätzlich zum Drehrad funktionieren. Da gibt es sicherlich noch etliche sinnvolle und weniger sinnvolle Möglichkeiten die Tasten zu belegen, z.B. langer Druck auf Play/Pause schaltet EQs durch oder schaltet zwischen den Betriebsmodi DAC und Speicher hin und her. Auch hier bin ich mir sicher, das Questyle bei seinem Flaggschiff auf Kundenfeedback reagieren wird und mit Softwareupdates die Bedienung des QP2R perfektionieren wird.

In Summe kann ich zum Thema Software sagen, dass der DAP stabil funktioniert und ich während meiner Tests keine Hänger oder Reboots hatte. Für ein Vorserienmodell mit einer Beta-Software läuft der QP2R schon jetzt außerordentlich stabil!

Ich hoffe an dieser Stelle später noch einmal ein Seriengerät leihweise zu bekommen, um im Detail zu allen Punkten berichten zu können, auf die ich in diesem ersten Bericht nicht genau eingehen kann.

 

6. Technik

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Beim Thema Technik verweise ich in diesem Artikel für die umfangreichen Details auf die Internetseite von Questyle, denn dort werden sie stets aktuell gehalten. Vielleicht ändert sich ja doch noch etwas bis zur Veröffentlichung hier in Deutschland. Jedoch werden sich einige grundlegende Dinge sehr wahrscheinlich nicht ändern, wie etwa das Aluminium-Gehäuse mit der Front- und Rückseite aus Glas-Finish sowie das Bedienkonzept. Das Display des QP2R kommt ohne Touch-Funktion aus, es ist lediglich ein Anzeigeinstrument. Das Bedienkonzept wurde realisiert mittels der Fläche unter dem Display, welche das mechanische Steuerrad mit Bestätigungstaste und vier Touch-Tasten enthält, sowie mit den drei Tasten an der linke Gehäuseseite und dem Lautstärkeregler auf der Oberseite des Gehäuses. Die Schnittstelle nach außen wurde mittels einer USB-C Schnittstelle realisiert. Vorbei die Tage an denen man darauf achten musste, wie herum denn nun der Stecker eingesteckt werden muss. Sehr gut!

Dem QP2R stehen intern 64GB Speicher zur Verfügung von denen 58,2GB für Daten nutzbar sind. Erweitert werden kann der Speicher mittels einer MicroSD-Karte. Das Interface sieht eine spätere Nutzungsmöglichkeit von bis zu 2TB vor, derzeit werden 200GB als maximale Speichergröße angegeben.  Aus Mangel an einer solchen Speicherkarte, kann ich das jedoch nicht verifizieren.

Der QP2R kann auch als DAC am Computer genutzt werden, Voraussetzung ist die Installation des auf der Questyle-Seite erhältlichen Treibers. Jedoch ist dieser noch nicht als Download für den QP2R zu finden, der Treiber für den Vorgänger tut es jedoch auch. Dieser erkennt den QP2R und befüttert ihn dann digital mit 44.1kHz bei 24Bit. Das Einstellen von höheren Bitraten ist derzeit nicht möglich. Ich hoffe, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Fähigkeiten des QP2R auch als DAC voll ausgenutzt werden und der Treiber entsprechend angepasst wird.

Über WLAN oder Bluetooth verfügt der QP2R nicht. Questyle setzt hier ganz bewusst auf die bestmögliche Wiedergabe von Musik und erteilt potentiell verlustbehaftetem Streaming eine Absage. Schlechtes Quellmaterial kann auch der QP2R nicht „ausbessern“. Wer den Player manuell mit seiner Musik bespielt, der weiß auch, welche Qualität seine aufgespielte Musik hat.

Um beste Qualität zu erreichen, hat Questyle weiterhin an dem Current Mode Verstärker festgehalten und dem QP2R zudem einen Balanced Ausgang via 2,5mm-klinke-Buchse spendiert. Anders als bei einigen anderen Herstellern, die im Balanced Betrieb die selbe Verstärkerstufe wie für den Standard Stereo Betrieb nutzen, hat Questyle eine komplette zweite Verstärkereinheit im QP2R untergebracht. So stehen jeweils bis zu im Stereo-Betrieb 1,8Vrms und im Balanced Modus 3,6Vrms (2x 1,8Vrms) zur Verfügung. Wer also Kopfhörer benutzt, bei denen jeder Treiber separat angesteuert wird, freut sich über einen Lautstärkezuwachs sowie über eine einwandfreie 

Kanaltrennung. Jedoch hält der 3.100mAh somit nicht mehr bis zu 10 Stunden durch, sondern geht je nach Lautstärke auch schon einige Zeit früher zur Neige. Allerdings habe ich beim Hören mit dem Focal Elear den Balanced Betrieb hinsichtlich Energiewirtschaft nicht als Nachteilig erlebt, da der Elear grundsätzlich keine hohe Leistung benötigt, um sehr laut zu spielen. Es gibt jedoch Kopfhörer mit deutlich schlechterem Wirkungsgrad, bei denen der Akku dann auch schon nach 4 Stunden erschöpft sein kann. Nachgeladen ist der Akku via USB-Ladegerät in etwa 4 Stunden und über eine Standard-USB-Schnittstelle dauert ein komplettes Nachladen 8 Stunden, dafür ist der DAP jedoch parallel auch als DAC nutzbar.

 

7. Subjektiver Klangeindruck

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Anders als bei der Beurteilung von Kopfhörern ist es grundsätzlich sehr schwer zu beschreiben, was einen DAP oder Kopfhörerverstärker von Seinesgleichen unterscheidet. Das liegt an einigen Faktoren in der gesamten Wiedergabekette, den DAP außen vor, denn der soll ja beurteilt werden. Das fängt an mit dem Ausgangsmaterial. Hier nur einige beispielhafte Fragen.

Wie wurde das Material gemastert?

In welchem Format liegt es vor?

Wie wurde es codiert?

Wie empfindlich reagiert der benutzte Kopfhörer in Abhängigkeit vom Zuspieler?

Wie gut löst der benutzte Kopfhörer auf z.B. in Sachen Dynamik, Bühne, Separation von Instrumenten?

Wie ist der benutzte Kopfhörer abgestimmt? Dunkel, Hell, Neutral?

 

Wenn schon das Ausgangsmaterial und das Abhörgerät nur Mittelklasse sind bzw. schon für eine bestimmte Neigung „optimiert“ wurden, dann wird man im schlechtesten Fall zwischen unterschiedlichen Zuspielern kaum Unterschiede feststellen, außer vielleicht die maximal mögliche Lautstärke und eventuell noch, ob der Zuspieler ein Eigenrauschen produziert oder aber den Klang einfärbt und ihm somit eine „eigene Note“ verpasst.

Den QP2R habe ich einige Tage mit unterschiedlichen Kopfhörern gehört und das natürlich auch über verschiedene Musikrichtungen hinweg. Es zeigt sich einmal mehr, dass die feinen Unterschiede besonders mit meinem Focal Elear und mit dem Monoprice Monolith M1060, ein USA Import, zu hören sind. Besonders im Bereich Dynamik zeigt der Focal besonders am QP2R was er leisten kann. 

Zum Vergleich durften der Fiio X5 III sowie die iBasso DX80 uund DX200 herhalten. Zugegeben fiel es mir schwer, einen eindeutigen „Sieger“ in dieser Disziplin zu finden. Der QP2R spielt sein ganzes Können im Balanced-Betrieb aus und liegt da eine Nasenlänge vor den anderen drei DAPs, wobei zwischen diesen gefühlt gerade einmal eine Blattstärke Abstand vorhanden ist. Ich hätte es nicht gedacht, doch den Questyle sehe ich klar vorne. Der QP1R, den ich ebenfalls hier zum Vergleich gehört habe, liegt auf Höhe der anderen genannten Kandidaten. Hier zeigt sich, wie das Feld der namenhaften DAPs immer enger zusammenrückt. Mit dem neuen QP2R hat Questyle die Latte aber weider etwas höher gelegt.

Der M1060, der tonal nahezu dem Focal Elear entspricht – da war ich total baff, als ich den vermessen habe -, verhält sich im Bereich Dynamik an allen DAPs nahezu identisch. Mit seinen 106mm  Magnetostaten ist seine Stärke die über den gesamten Frequenzbereich gleichbleibende Impedanz. Er ist zwar leicht anzutreiben, doch an einem Smartphone klingt er trotz ordentlicher Lautstärke mitunter etwas „leblos“. Am QP2R ändert sich das im besten Sinn. Der QP2R schafft es, den Monoprice zu einem analytischen Spaßkopfhörer werden zu lassen. Der M1060 entfaltet sich zwar schon am Fiio X5 III wahrnehmbar, doch mit dem iBasso DX200 und dem QP2R wird er erst voll ausgereizt. Hier liegen beide gleichauf. Lediglich im Balanced-Modus kann der QP2R dem Monoprice etwas mehr Leben einhauchen.

Aber nicht nur OverEar Kopfhörer habe ich mit dem QP2R betrieben, sondern auch den iBasso iT03 sowie den 1More Quad, beides InEar Kopfhörer. Diese beiden sind unterschiedlich abgestimmt und beide klingen hervorragend am QP2R. Der iBasso klingt eher analytisch aufgeräumt und der 1More druckvoll und fordernd. Allerdings ist hier für mich kaum ein Vorteil zu den anderen DAPs zu hören. Lediglich iT03 im Balanced Modus klingt klingt noch etwas konturierter. Am Fiio X5 III ist das nicht so. Mit dem iT03 meine ich wahrzunehmen, dass doch ein Unterschied besteht zwischen zwei separaten Verstärkerstufen für links und rechts oder einer kombinierten Stereo-Verstärkerstufe wie beim X5 III. Wie immer ist das natürlich absolut subjektiv und auch messtechnisch ist da nichts machbar, zumindest nicht zu Hause im Wohnzimmer. 😉

Der Questyle QP2R bringt zwar nicht so viele Features mit wie seine Kollegen, was den Klang angeht, da macht er jedoch keine Kompromisse. 

 

8. Fazit

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Der Questyle QP2R wird deutlich mehr kosten als sein Vorgänger und auch als ein iBasso DX200. Zudem bietet er weniger Features und hat eine ordentlichen Größe für ein mobiles Gerät. Der QP2R richtet sich nicht an Benutzer, die immer und überall aus der Hosentasche heraus Spotify oder Deezer streamen wollen.

Wer jedoch Interesse an einen DAP der Spitzenklasse sowohl im Design und in der Bedienung als auch allen voran im Klang hat und sonstige Zusatzfunktionen wie WLAN oder Bluetooth auch als unnötig erachtet, der wird die Investition* in den Questyle QP2R nicht bereuen. Angesichts anderer multifunktionalen DAPs ist der QP2R ein wahrer Purist, jedoch kompromisslos in Sachen Klang und Haptik!

 

*Der konkrete Preis zur Markteinführung lag zum Zeitpunkt dieser Rezension noch nicht vor.

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Mark "MLSensai"

gelernter Radio- und Fernsehtechniker mit Leidenschaft zu Kopfhörern, DAPs und sonstigen Miniklangwundern  liebt eine ordentliche Reproduktion satter Bässe, ausgewogene Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten, entspannter Hochton mit akzentuierter Brillanz, kurz TP-Signatur  hört mit Over Ears: Focal Elex, Fostex TH-X00; Sennheiser HD58X; InEars: Brainwavz B400, iBasso iT01; DAPs: Fiio X7.2, Shanling M3s & M0