MrSpeakers Ether2 im Test – Hot wie Chili – High-End Kopfhörer mit drei einzigartigen Klangsignaturen

Dieser Bericht ist für mich etwas ganz Besonderes, denn offen gesagt fehlt mir ein wenig der Abstand zum Ether2, dem planarmagnetischen Flaggschiff-Kopfhörer von MrSpeakers.
Auf der Audiovista 2018 habe ich ihn das erste mal gesehen und gehört und mich trotz aller großartiger Konkurrenz direkt in ihn verliebt.

Das ist wahrscheinlich sogar der Hauptgrund, warum mein Artikel zum Ether2 erst so spät erscheint. Ich wollte unbedingt feststellen, wie nachhaltig er mich in seinen Bann zieht und das New-Toy-Syndrom abwarten.


 


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Vorwort

Wie bereits verraten, ist der Ether2 für mich ein ganz besonderer Kopfhörer.
In den letzten Jahren habe ich einige hochpreisige Kopfhörer anfassen, hören und auch testen können. Damit meine ich nicht Orpheus oder Shangri-La, sondern eher Kopfhörer wie den HD800S, LCD-2 & LCD-3, den Clear und Utopia, LCD-X & HE-1000 sowie den Empyrean, um nur eine Auswahl zu nennen.
Alle diese Kopfhörer sind jeder für sich außergewöhnlich sowohl als Produkt als auch mehr oder weniger – eher mehr – im Preis. Klanglich spielen sie alle durchweg im Referenzbereich.

Ich werde gelegentlich gefragt, ob ich nicht einmal ein Ranking vornehmen kann. Das möchte ich schon allein deswegen nicht, da ich ja einen eigenen Geschmack habe, meine Einschätzung wäre also absolut subjektiv und sicherlich sogar von meiner Tagesform geprägt.
Mit diesem Artikel werde ich aber stattdessen den Versuch unternehmen, zu verdeutlichen, warum mich der Ether2 so flasht und warum er trotzdem nicht mehr Spielzeit bekommt als meine anderen Kopfhörer, die ich ebenfalls immer wieder gern höre.
Für mich widerspricht es sich nämlich nicht, dass ich vielleicht meinen Nummer-1-Kopfhörer schon gefunden habe und dennoch weiter neugierig bin, was es da sonst noch so gibt und immer wieder neu auf den Markt kommt. 😉

In dem Sinne also viel Spaß beim Lesen dieses etwas anderen Berichts…


Inhalt

  1. Verpackung & Sonderzubehör
  2. Design & Verarbeitung
  3. Tragekomfort & Handhabung
  4. Technische Daten
  5. Hörproben & Pad-Vergleiche
  6. Ether2 & Co.
  7. Fazit & Bewertung
  8. Video & Galerie


HINWEIS

Nicht wundern, bei den Standard-Punkten halte ich mich dieses Mal ganz bewusst kurz. Der Telegrammstil ist durchaus gewollt.



1. Verpackung & (Sonder)Zubehör

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standard MrSpeakers Karton in schwarz – leicht abgewandeltes, etwas schmaleres Hardcase enthalten – 3m Vivio-Anschlusskabel mit 6,3mm Stereo-Klinke – ein topp Standard-Kabel – kein symmetrisches Kabel enthalten – übliche Dokumente & Zertifikate


Sonderzubehör

optionale Ohrpolster erhältlich – Ausführungen komplett Velours & Kunstleder innen perforiert – jeweils selbsthaftend und somit einfachst austauschbar – Material und Anleitung für den Austausch enthalten




2. Design & Verarbeitung

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technisches Design – minimalistische Konstruktion – Federstahl, Aluminium, Carbon – robust – dünne Treibergehäuse – dünne gewinkelte Pads – viel Platz für die Ohren – Pad-Ausschnitt angelehnt an Ohrform – ultraleicht – beste Verarbeitungsqualität – “Weltraumtechnik”



3. Tragekomfort & Handhabung

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optimaler Anpressdruck – geeignet für große Köpfe – weiche Ohrpolster – optionale Polster mit erweitertem Ohrraum – ergonomisches Kopfband – kaum Druck auf dem Kopf – stundenlanges Tragen möglich – bewährtes Kopfbandsystem wie etwa bei AEON Flow – Einhandverstellung nur bedingt möglich – Stecker stehen weit ab – bei Kopfdrehung kann Stecker die Schulter berühren

4. Technische Daten

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Magnetostat – Gewicht 290gr – großflächige Treiber mit 71mm x 45mm – Impedanz 16 Ohm – Wirkungsgrad geringfügig höher als AEON Flow Open – max. Belastung seitens Hersteller nicht verfügbar


5. Hörproben & Pad-Vergleiche

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Ab hier wird es nun nicht mehr ganz so einfach und dafür brauche ich die Worte, die ich bis jetzt eingespart habe. 😉

Wie unter Sonderzubehör genannt, gibt es zwei zusätzlich optional erhältliche Pads, in Velours und mit perforiertem Kunstleder. Damit kann der Ether2 insgesamt mit drei unterschiedliche Abstimmungen gehört werden. Anhand einiger Titel werde ich dazu meine Eindrücke schildern.

Die erste ordentliche Aufgabe…


Ether2 – drei unterschiedliche Klangsignaturen

Es geht nicht darum, dass der Ether2 mit den unterschiedlichen Pads zu drei komplett unterschiedlichen Kopfhörern und so zu jedermans Liebling wird, doch die Änderungen sind hörbar und jede der drei Signatur hat ihren Reiz. Anhand der Messungen wird tendenziell veranschaulicht, was ich auch mit den Pads jeweils höre.

Unwillkürlich ist mir beim Thema Klang eine Aussage von anderer Stelle eingefallen, die dem Sinn nach lautete, dass der Ether2 sich nur mit einer Signatur audiophil anhöre, mit den beiden anderen nach Motorschaden.

Ich kann jedenfalls mit keinem Satz-Pads irgendetwas hören, was auf einen Defekt hindeutet. Der Ether2 ist insgesamt eher warm und relaxed abgestimmt. Mag man so eine Signatur prinzipiell nicht, kann man das natürlich so “plakativ” ausdrücken. Ich gehe da aber etwas anders heran und wenn man genau hinhört, dann ist so eine Aussage doch differenzierbar. Was kann also gemeint sein?

Ich bin, was Signaturen angeht, recht flexibel und mag warm abgestimmte Kopfhörer ebenso wie eher hell klingende Kopfhörer. Dennoch muss für mich die Bass-Präsenz stimmen, Stimmen müssen klingen und vor allem dürfen mich die Kopfhörer nicht mit z.B. Peaks und dergleichen nerven.

Beim Ether2 höre ich natürlich klangliche Unterschiede zwischen den drei Pad-Varianten. Dass Pads den Klang oft signifikant verändern, ist aber nichts Neues und hinlänglich bekannt. In unterschiedlichen Artikeln habe ich darauf schon öfters hingewiesen, zuletzt bei meiner Bewertung des Focal Elegia, der erst mit Lederpads von Brainwavz für mich sein volles Potential entfaltet. Statt wie oben bezeichnet einen “Motorschaden” zu haben, schaltet der Elegia so vom N(ormal) in den S(port)-Modus. Nun, der Ether2 kennt da sogar noch einen Modus mehr. 😉


Signatur 1 – gelochte Kunstlederpads

Es ist tatsächlich so, dass der Ether2 mit den gelochten Kunstlederpads eine tonale Abstimmung hat, die ich ebenfalls oft bevorzuge, wenn ich quer über alle Genres höre. Damit hat er etwas mehr Bass, leicht zurückgenommene Stimmen und einen im Verhältnis geringfügig betonteren Hochton. Damit ist der Ether2 einfach etwas “leichter”, ja sogar “heller” unterwegs.

Das ist quasi der Sportmodus des Ether2.


Signatur 2 – volle Kunstleder-Pads (Stock)

Mit den Stock-Pads, den vollen Kunstlederpads, klingt er im Gesang und bei Instrumenten betonter als mit den gelochten Pads und im Vergleich leicht verfärbt. Ohne etwas Zugabe im Hochtonbereich wirkt er bei vereinzelten Aufnahmen zudem etwas bedeckt.

Hier bin ich dann im Normal-Modus unterwegs.


Signatur 3 – Velours-Pads

Mit den Velourpads wird der Bass etwas zurückgenommen und im Hochton ist er einen Hauch spritziger als mit den Stock-Pads, jedoch noch unterhalb der gelochten Pads. Gesang und Instrumenten werden wie bei den Stock-Pads auch weiterhin etwas herausgestellt, doch deutlich weniger, gerade so, ohne den Gesang insgesamt zu verfärben. Bass und obere Mitten sind im Niveau näher beieinander und so klingt der Ether2 etwas schlanker und auch einen Hauch offener oder auch klarer als mit den Stock-Pads, ohne dabei verschwenderisch aufs Gas zu drücken.

Gibt es heute eigentlich noch den ECO-Modus? Hier ist er!


Meine Einschätzung zu den Signaturen

Sport- und ECO-Modus heben sich beide positiv vom Normal-Modus ab.
Und natürlich nutze ich gern den Sport-Modus, der macht auch zunächst am meisten her. Doch ich nutze zunehmend auch den ECO-Modus, der durchaus Anleihen ans sportliche Fahren hat, dabei aber stets die Effizienz im Blick behält.

So bieten mir die Velours-Pads nach einem anstrengenden Tag nicht nur einen angenehmen und entspannenden Klang sondern ganz nebenbei empfinde ich mit den Velours-Pads den höchsten Tragekomfort, die der Ether2 bieten kann. Neben der absolut anschmiegenden und auch im Sommer angenehmen Oberfläche aus Velours bieten diese Pads wie auch die gelochten Kunstlederpads den meisten Platz für meine Ohren.



In der letzten für Zeit und insbesondere während des Schreibens dieses Artikels weiß ich die Velours-Pads und die einhergehende Klangsignatur und den absolut hervorragenden Tragekomfort absolut zu schätzen.
Der ECO-Modus bekommt derzeit definitiv mehr Spielzeit als der Sport-Modus. Und eigentlich ist das doch total normal… 🙂



Hörproben

Nun aber zu den Hörproben, in denen ich die Unterschiede der Stücke bei Nutzung der verschiedenen Pads benenne. Hierfür verwende ich wieder den Telegrammstil.

Boris Blank “Fat Roller”


Song-Charakteristik
sehr hell abgemischt – Tiefbass überwiegt – kein Gesang – Schlagzeug treibt – Schlagzeug & Saxophon im Fokus


Velours
klingt eher nüchtern – kein nervender Hochton – Akzente vorhanden – Tiefbass etwas zurückhaltend – Schlagzeug sehr präzise, leicht zurückhaltend – keine Überbetonungen – Saxophone klingen schön warm – könnte etwas mehr Dynamik vertragen

Kunstleder innen gelocht
Tiefbass unübertrieben präsent – Hochton klar – Schlagzeug sehr präzise – detaillierte Hi-Hats & Crash-Becken – Saxophone deutlich und ausgewogen – Dynamik sehr gut

Kunstleder (Stock-Pads)
Tiefbass klar & im Hintergrund – Saxophone & Schlagzeug gleichberechtigt – Hochton smooth – insgesamt warme Abstimmung – Dynamik ist gut

Pad-Fazit
Dieser Song ist recht hell gemastert und mit den Stock-Pads verliert er ein wenig seinen Charakter. Mit den Velours-Pads bleibt dieser erhalten und das Stück klingt mehr “origional”. Die gelochten Pads aus Kunstleder bieten hier allerdings für mich die interessanteste Darstellung, da der Hochton noch etwas spritziger klingt und der Bassbereich etwas mehr Gewicht hat. Gerade in diesem Song schön zu hören, da er fabelhaften Tiefbass bietet, der jedoch sehr dezent eingemischt ist.



Avenged Sevenfold ” Hail to the king”


Song-Charakteristik
Heavy Metal – treibt instrumental nach vorne – Schlagzeug mit Kick – Gesang setzt sich leicht ab – eGitarren füllen den Song mächtig


Velours
Schlagzeug ist präsent – guter Kick – kräftiger Punch – Hi-Hats nicht überbetont – alle Instrumente präzise identifizierbar – Gesang kräftig & deutlich

Kunstleder innen gelocht
E-Gitarre schön metallisch – durchweg exakt identifizierbar – Schlagzeug schön präsent – Hi-Hats & Becken sehr plastisch – gute Akzente – Punch & Kick des Schlagzeugs machen Spaß – Gesang gut integriert

Kunstleder (Stock-Pads)
keine Betonungen – keine besonderen Akzente – geringe Dynamik – Präsentation durchweg “neutral”

Pad-Fazit
Heavy Metal profitiert am meisten von den innen gelochten Pads aus Kunstleder. Die Velours-Pads sind nicht wirklich schlechter, verschieben aber den klanglichen Fokus ein wenig in Richtung Gesang. Mit den Stock-Pads klingt dieser Song für mich etwas zu lasch.


Dominik Eulberg “Sansula”


Song Charakteristik
Electronic – sehr räumlich – viele unterschiedliche Klänge gemischt – weicher und doch kräftiger Bass – viele unterschiedliche Akzente – sehr experimentell – hohe Dynamik


Velours
Effekte spannen einen großen Raum auf – Klang auch außerhalb des Kopfes – Bass deutlich und angenehm – alle einzelnen Klänge gut separierbar – Superhochton darf gern einen Hauch mehr sein

Kunstleder innen gelocht
Hochton erfrischend – Effekte sehr räumlich – Akzente außerhalb des Kopfes platziert – Bass voluminös & angenehm – alle einzelnen Klänge gut separierbar – Hochton sehr schön präsent – keine Nadelspitzen

Kunstleder (Stock-Pads)
Mitten betont – Hochton smooth – Bass druckvoll – außer Kopf spielend nur bei speziellen Akzenten – alle Klänge präzise trennbar – kein nervender Hochton

Pad-Fazit
Alle drei Pads funktionieren mit diesem Song sehr gut, wobei für mich hier die Velours-Pads die Nase vorn haben. Mit ihnen ist die Räumlichkeit am weitesten, was genau hier sehr gut funktioniert. Auch wenn die Akzente im Hochton mit den innen gelochten Pads aus Kunstleder deutlicher sind,spricht mich das Gefühl von Weite noch mehr an. Die Stock-Pads sind mir bei elektronischer Musik offensichtlich immer etwas zu sehr im Kopf lokalisierend.


Kari Bremnes “A Lover in Berlin”


Song Charakteristik
Jazz – Frauenstimme – Gitarre – Schlagzeug – Klavier – Bass – alle gleichberechtigt – hohe Dynamik – viele feine Akzente

Velours
Gesang sehr gut, steht im Vordergrund – Gitarre & Klavier sehr smooth – Bass ist voll, trägt den Song – Schlagzeug prägnant – Hochtonakzente eher im Hintergrund vorhanden – gute Dynamik – passende, eher intime räumliche Darstellung

Kunstleder innen gelocht
insgesamt “frische” Präsentation – Gesang sehr natürlich – Instrumente fast gleichberechtigt – Gitarre & Klavier schön klar – Bass hat Volumen, nicht zu viel für diesen Song – Schlagzeug sehr authentisch – Akzente fallen gut auf – Durchhörbarkeit sehr gut – Dynamik sehr gut – fast wie live dabei

Kunstleder (Stock-Pads)
Gesang absolut hervorragend – Klavier ist bester Nebendarsteller – Instrumente schön betont – Schlagzeug & Bass präzise, beide begleiten – Brillanz etwas zurückhaltend, dadurch feine Akzente – Räumlichkeit eher begrenzt

Pad-Fazit
Bei diesem Song bevorzuge ich tatsächlich die innen gelochten Kunstleder-Pads, die von allen dreien den Gesang und die Instrumente näher zusammenbringen und dennoch eine sehr schöne Räumlichkeit bieten. Zudem sind die feinen Akzente hier etwas deutlicher zu hören, das Stück klingt insgesamt etwas frischer. An zweiter Stelle sehe ich die Stock-Pads aus Kunstleder, welche Instrumente und Gesang herausgestellter präsentieren, was mir sogar hier besser gefällt, beides jedoch deutlich mehr “im Kopf” platzieren. Die Velours machen eigentlich alles richtig und verhalten sich für mich am neutralsten, was mir genau bei dieser Art von Musik zu “analytisch” ist, daher hier nur an dritter Stelle.


Jeff Cascaro “Beale Street”


Song-Charakteristik
rockiger Jazz – treibt nach vorne – tolle Soli – Schlagzeug trocken und prägnant – Bläser auf den Punkt – Gesang & Instrumente gleichberechtigt – rundum gelungen gemastert


Velours
Bass klingt angenehm weich und doch druckvoll – Hochton klar ohne Spitzen – Akzente vorhanden – Tiefbass etwas zurückhaltend – Schlagzeug sehr präzise – keine Überbetonungen – Bläser klingen schön warm – wie es soll, alles gleichberechtigt

Kunstleder innen gelocht
Bassbereich am stärksten mit den Pads – Bass präzise und tiefreichend – Hochton klar – Superhochton hat meiste Betonung – Gesang und Bläser am meisten zurückgenommen – Schlagzeug sehr präzise und prägnant- detaillierte Akzente, z.B. Crash-Becken – tolle Dynamik – Bühne der drei Pads am geringsten – Dynamik sehr gut – spielt insgesamt sehr authentisch

Kunstleder (Stock-Pads)
Bassbereich betonter als Velours – Tiefbass sehr präsent – Instrumente & Gesang betont – Bläser und Gesang im Vordergrund – Hochton im Verhältnis geringer & weicher – schöne Dynamik – klingt rockiger als mit Velours

Pad-Fazit
Bei diesem Song wippt der Fuß sofort mit und mit keiner Pad-Variante klingt er verkehrt. Wer den Gesang und die Instrumente etwas im Vordergrund haben möchte bei bester Räumlichkeit, der sollte Velours nehmen. Etwas rockiger und authentischer, jedoch am direktesten spielt der Ether2 mit den gelochten Pads. Die Stock Pads bieten ineteressanter Weise die beste Räumlichkeit und bringen den Song ordentlich nach vorne, wobei Bläser und Stimme hier am betontesten sind, lediglich in den oberen Mitten und Hochton ein Hauch an Glanz fehlt. Unterm Strich gefallen mir hier tatsächlich die gelochten Pads am besten, gefolgt von den Velours-Pads.


Pad-Klangfazit

Ein Gewinner unter den Pads ist so einfach gar nicht auszumachen. Ich persönlich mag die Ohrfreiheit der beiden neuen Pad-Varianten sehr. Zudem sind klanglich aus meiner Sicht beide ein Upgrade zu den Stock-Pads, denn beide bringen sofort hörbare Änderungen mit. Wer eine noch ausgeprägtere, räumliche Darstellung bevorzugt, der wahrscheinlich die Velours-Pads schätzen. Die innen gelochten Pads aus Kunstleder unterstützen dynamische Aufnehmen noch etwas mehr und gehen im Bass und im Hochton etwas vehementer zu Werke. Hier von Badewanne zu sprechen wäre übertrieben, dennoch werden die Mitten im Verhältnis etwas zurückgenommen. Ich schwanke immer wieder zwischen den Velours-Pads und den innen gelochten Pads aus Kunstleder, beiden Varianten finde ich klasse.
Doch nach einigen Wochen fällt mir auf, dass ich anfänglich aufgrund des größeren “Spaß-Faktors” mit den gelochten Pads überwiegend gehört habe. Derzeit bevorzuge ich ich jedoch die Velours-Pads, da sie sich am angenehmsten tragen, auch bei sommerlichen Temperaturen, zudem klanglich spaßige Anleihen bieten und die für mich die schönste räumliche Abbildung liefern. Die Velours-Pads bieten mir einfach das beste Gesamtpaket für das entspannte Hören crossover.

6. Ether2 & Co.

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Wem die Vergleiche zwischen den Pad-Varianten am Ether2 noch nicht genug waren, darf sich nun auch noch dem Kopfhörervergleich widmen. Zur Verfügung stehen mir zum Zeitpunkt dieses Berichts der Focal Elex, der Hifiman Sundara, der MrSpeakers AEON Flow Open sowie der Sennheiser HD58X – sehr ähnlich dem HD660S. Alle Kopfhörer habe ich mit dem Radsone ES100, dem ADI2-DAC in Kombination mit dem preiswertem Loxjie P20 sowie dem ifi Audio xCAN und Pro iDSD gehört. Also von Günstig bis Geldanlage alles dabei. 😉

Somit also zur zweiten ordentlichen Aufgabe, die ich versuchen werde angemessen und informativ zu dokumentieren.

Ether 2 & Kopfhörerverstärker

Wie schon erwähnt ist der Ether2 kein Kopfhörer, den man an ein Smartphone steckt, dazu reicht schlicht allein schon in den meisten Fälle deren Leistung nicht aus, um ihn spaßig antreiben zu können. Mein Pocophone F1 kann ihn zwar über “Zimmerlautstärke” bringen, jedoch hört sich der Ether2 uninspiriert und flach an. Diese Kombination ist kein Hörgenuss.
Von einem Kollegen habe ich leihweise den Radsone EarStudio ES100 Mini Kopfhörerverstärker testen können, der schafft es tatsächlich den Ether2 gut zu bedienen, jedoch ist seine Akkuleistung im Betrieb im oberen Leistungsdrittel bei maximal 4 Stunden, was dem einen oder anderen deutlich zu kurz sein könnte.
Hier schlägt sich der xCAN mit guten 8 Stunden deutlich besser und der hat auch noch deutlich Reserven sowie insgesamt eine höhere Transparenz und Räumlichkeit und auch Vorteile in der Dynamik, ohne seine Zusatzfeatures zu benutzen.. Die erreichbare maximale Lautstärke geht über die “Discolautstärke” hinaus. Der Ether2 skaliert mit zunehmender Lautstärke auch klanglich tadellos, so dass schon nach wenigen Minuten das Gefühl entsteht, dass es ruhig noch etwas lauter werden darf.


Achtung
An dieser Stelle der Hinweis zur Gefahr, sich beim Aussetzen zu hoher Lautstärke das Gehör nachhaltig schädigen zu können. Das gilt für die Benutzung von Kopfhörern im Allgemeinen.


Um bei ifi Audio zu bleiben, bietet für mich stationär der Pro iDSD denselben Eindruck, den ich mit dem xCAN habe. In Verbindung mit digitalen Quellen und HighRes-Musik spielt er aber seine Stärke aus und befeuert den Ether2 sowie jeden anderen Kopfhörer mit glasklaren optimalem Audiosignal.
Meine Stammkombination, der ADI2-DAC in Verbindung mit dem Loxjie P20 ist auch mit dem Ether2 kein schlechter Motor. Während der ADI2-DAC den Ether2 “nur” unbalanced antreiben kann, doch auch problemlos Discolautstärke erreicht, geht der Loxjie P20 auch balanced zu Werke und hat so ebenfalls genug Leistung den Ether2 ähnlich laut anzutreiben und dank seiner Röhren in der Vorendstufe ähnlich wie der Pro iDSD dem Ether2 einen schönen “Röhrenschmelz” mitzugeben. Dabei geht es nicht darum, den Hochton zu reduzieren, was einige Röhren nachsagen, sondern vielmehr verändert sich die Brillanz. Grundsätzlich werden metallische Spitzen einfach etwas entgratet und Nadelstiche im Ohr bleiben aus, auch wenn der Hochton dann massiv gepusht wird. Auch wenn der Ether2 bereits sehr smooth im Hochton zu Werke geht, ist auch mit ihm diese Veränderung sofort zu hören, was wiederum für seine absolut präzise Reproduktion spricht.

Soviel kurz ein Überblick, wie der Ether2 sich mit den unterschiedlichen Kopfhörerverstärkern in Kombination verhält. Was aber ganz klar wird, ohne einen vernünftigen Motor geht es mit dem Ether2 – und auch ähnlich anspruchsvollen Kopfhörern – nicht.

Ether2 & DAPs


Auch wenn deutlich kürzer, wollte ich auch diese Kombos nicht vernachlässigen. Hier halte ich mich eher kurz und beleuchte primär, welche DAPs, die ich zur Verfügung habe, den Ether2 wie antreiben können. Wenn es darum geht Zimmerlautstärke zu erreichen, lassen sich schon der Shanling M0 und auch der Fiio M6 gut nutzen. Etwas Leistungsreserven bieten der Fiio M6 und der Shanling M5s. Wenn aber auch eine ordentliche Discolautstärke erreicht werden soll, dann sehe ich mindestens den Hiby R6, den Fiio M11 oder auch iBasso 200 als Zuspieler für erforderlich. Die neueren Modelle der letzten drei genannten natürlich auch, die sind rein hinsichtlich der Leistung noch einen Hauch potenter.

Ether2 vs. AEON Flow Open


Im ersten Vergleich tritt der Ether2 gegen seinen kleinen Bruder an, dem AEON Flow Open. Ebenfalls ein magnetostatischer Kopfhörer mit identischer Grundkonstruktion bis auf die Treibergehäuse und deren Innenleben. Beide Kopfhörer benötigen ordentlich Schub, damit diese auch “klingen”. An den meisten Notebooks und Handys wirken beide verloren. Schon mit einem Radsone ES100 lassen sich die Kopfhörer auch ausreichend laut antreiben. Mit einem ifi Audio xCAN gelangen beide dann klanglich und auch von der Lautstärke zur Höchstleistung.
Tatsächlich klingen beide Kopfhörer sehr ähnlich. Jedoch spielt der Ether2 deutlich räumlicher und separiert Instrumente exakter. Während der AEON Flow Open den Gesang eher im Kopf platziert, klingt es beim Ether2, als würde man in der ersten Reihe vor der Bühne sitzen. Extrem authentisch. In Sachen Komfort ist der Ether2 ebenfalls vor dem AEON Flow Open. Mit den neuen Pads haben die Ohren deutlich mehr Platz. Zudem ist der der Ether2 offener und auch “atmungsaktiver”. Das alles möchte aber auch bezahlt werden.

Kurzum:
Wer sozusagen mit 90% vom Ether2 hochzufrieden ist, der bekommt genau das für 900€ mit dem AEON Flow Open. Wer in quasi allen Kategorien – bis auf den Preis – einen Kopfhörer mindestens noch eine halb Note besser haben möchte, der investiert in den Ether2.

Ether2 vs. Focal Elex (Clear)


Auch wenn ich hier einen planarmagnetischen Kopfhörer mit einem Dynamiker vergleiche, ist dieser Vergleich sicher auch für Besitzer des Focal Clear interessant. Die Klangsignaturen von Focal Elex und Clear sind bis auf einen leicht reduzierten Tiefbass unter 40Hz und einen leicht betonteren Hochtonbereich beim Elex sehr ähnlich. Der Clear klingt im Vergleich zum Elex ein Hauch “dunkler”, so dass man eigentlich von “dunkel” gar nicht sprechen kann.
Im Vergleich zum Ether2 spielt der Elex bis Zimmerlautstärke gefühlt etwas dynamischer, was ich aber dem betonteren Bass zuschreibe. Wenn i ch mittels des ADI2-DAC den Ether2 mit Loudness betreibe, relativiert sich das sofort. Die oberen Mitten klingen beim Elex im direkten Vergleich leicht “körnig”, während mir dessen Brillanz manchmal sogar noch etwas besser gefällt. Der Elex hat jedoch einen gravierenden Nachteil, ob das beim Clear auch so ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn der Elex Tiefbass mit zu viel Energie erhält, dann verzerrt er, weil die Treiber tatsächlich mechanisch überbelastet werden und es den Anschein hat, als “schlügen” sie an. Das kann bereits bei moderaten Lautstärken passieren, je nach Lied und Mastering. Beim Ether2 gibt es solche Probleme überhaupt nicht. Es scheint so, als skaliere er linear während der Elex irgendwann anfängt zu komprimieren.

Kurzum:
Beim Hören bis Zimmerlautstärke bringt der Elex den einen oder anderen Vorteil mit, was die Dynamik und die im Bass und Hochton betontere Abstimmung angeht, der Ether2 kennt dafür buchstäblich keine Grenzen hinsichtlich der Lautstärke und reagiert absolut fehlerfrei auf Klanganpassungen via Equalizer. Der Elex ist der schwerere von beiden und drückt auch etwas mehr auf die Ohren, obwohl er nicht unkomfortabel ist. Der Ether2 ist – ich wiederhole mich – für mich weiterhin der absolut komfortabelste Kopfhörer, den ich bisher getragen habe.

Ether2 vs. Hifiman Sundara


Beide Kopfhörer sind Magnetostaten, die gut 1.800€ trennen und der Ether2 somit mehr als das Sechsfache des Sundara kostet. Ist er aber auch um diesen Faktor besser? Nein, das darf ich einfach so sagen und das wird sicherlich auch niemand verwundern. Beide sind leicht konstruiert und aufgrund der runden Gehäuse in nahezu gleicher Größe und dem flachen Gehäuse und Pad-Design sehen sich beide sehr ähnlich. Beide könnten sogar irgendwie Geschwister sein. Im Bereich der Konstruktion greifen beide das Mini-Max-Prinzip auf. Jedoch spreche ich beim Ether2 gern von robuster und absolut leichter Weltraumtechnik, während der Sundara absolut kostenoptimiert daherkommt. Die Anpassung des Sundara an meinen Kopf ist nur zu erreichen, indem ich die Gehäusehalterungen verbiege und so den Kopfhörer an meinen Kopf anpasse. Der Tragekomfort ist dann bei ihm ähnlich der des Ether2, jedoch tatsächlich nur für mich, da der Sundara mechanisch im Höchstmaß personalisiert wurde. Der Ether2 hingegen passt sich jeder Kopfform an. Im Punkt Konsttruktion und Tragekomfort würde ich sagen, hat Dan Clark es mit dem Ether2 tatsächlich 6x besser gemacht.
Der Klangvergleich ist nun so eine Sache. Hierzu eine Metapher, die mir immer wieder in den Sinn kommt. Das ist wie Wein oder Bier trinken. Beides sind Getränke, die mir schmecken und doch unterschiedlicher nicht sein können. Für nur 350€ (Stand August 2019) macht man mit dem Sundara nichts falsch, auch wenn er seine eigene Signatur mitbringt und klanglich eine deutliche Färbung mitbringt. Im Bericht zum Sundara wird das noch genauer beschrieben. Während der Ether2 authentischer spielt, betont der Sundara Gesang und obere Mitten und brringt im Bass ebenfalls einen gewissen zusätzlichen Druck mit. Die Räumlichkeit ist beim Sundara sogar noch etwas ausgeprägter, an der Grenze zu “zu viel”. Ich neige dazu ihn auch gern den “HD800-Lite” zu nennen. Ich bin mir auch sicher, dass der Ether2 auch gern per EQ ähnlich eingestellt wird, wenn er etwas energischer spielen soll. Der Unterschied ist allerdings, dass der Ether2 in Sachen Präzision, Separation und Skalierbarkeit eine Liga höher als der Sundara spielt. Der Sundara spielt ab Werk schon recht aufgeregt und mitunter auch an der Grenze zu leicht nervend. Hinzu kommt, dass er zwar gut auflöst, er aber alle Instrumente sehr schön heraus stellt, selbst dann, wenn es auch nicht unbedingt so gewollt ist. Doch ihm fehlt es an Präzision und dadurch auch etwas an Klarheit, insbesondere wenn im Song viel los ist. Der Sundara gleitet manchmal ins metallische und klingt leicht körnig. Der Ether2 ist frei von solcher Kritik jedoch würde ich ihm zumindest tonal auch keine herausragenden Eigenschaften zusprechen, wie sie mir sofort beim Sundara sehr offensichtlich sind.

Kurzum:
Der Ether2 ist ein hochwertiges Abhörinstrument, der im Vergleich zum Sundara weder verfärbt, noch besondere Betonungen vornimmt, dafür aber absolut hochpräzise und authentisch spielt und zudem klanglich absolut individuell anpassbar ist, ohne dass er an Klangqualität einbüßt.

Ether2 vs. Sennheiser HD58X Jubilee


Am Ende der Vergleich mit dem preisgünstigsten Kopfhörer, dem Sennheiser HD58X Jubilee von Drop. Auch wenn sich der Sennheiser misst, als klänge er heller und “neutraler”, ist mein Eindruck, dass der HD58X in keiner Disziplin mithalten kann. Bei komplexer Musik schafft er es nicht die Offenheit und Transparenz aufrecht zu erhalten und kommt auch dabei schon nicht an den Sundara geschweige denn an den Ether2 heran. Zwar klingt der Sennheiser etwas heller, doch insbesondere im Bass hat er nicht die Stailität und den Druck. Im Hochton spielt er im Vergleich unpräziser und verwaschener. Insgesamt klingt der HD58X leise wie laut für mich schon fast etwas komprimiert. Wie schon gesagt, die Messungen anhand des Sinus-Sweeps zeigen das so nicht, doch entscheidend ist ja die gehörte Performance bei der individuell bevorzugten Musik. Und a ist es tatsächlich so, dass der HD58X mit keinem der hier getesteten Kopfhörer auf Augenhöhe ist. Das macht ihn nicht zu einem schlechten Kopfhörer. Für nur um 175€ ist er schon absolut hervorragend, doch in diesem sehr umfangreichen Test zeigt sich, warum man auch Kopfhörer in Mittel- Ober- Referenz- und HighEnd-Klasse einteilen kann.

Kurzum:
Der Sennheiser HDD58X spielt für mich am oberen Ende der Oberklasse und besitzt ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Ether2 ist ein HighEnd-Kopfhörer.


Vergleichsfazit


Warum der Ether2 für mich im Gesamtpaket mein aktueller Nummer-1-Kopfhörer als offener Over Ear ist und warum er mich auch im Vergleich zu den anderen hier genannten Kopfhörern nachhaltig in seinen Bann zieht, kann ich ganz einfach sagen. Der Ether2 ist neben dem AEON Flow Open der für mich komfortabelste Kopfhörer, ich kann ihn ununterbrochen stundenlang hören und das unabhängig der unterschiedlichen Genres. Mit den wechselbaren Pads ist er auch kompatibel zu meiner Tagesform. Klanglich spielt er in allen Belangen ohne Tadel. Und trotzdem höre ich auch immer wieder gern mit dem Focal Elex und dem Hifiman Sundara.

Der AEON Flow Open ist dem Ether2 in allen Belangen sehr ähnlich – zu ähnlich, dass ich mit ihm statt dem Ether2 höre. Zudem spielt der Ether2 im direkten Vergleich generell in allen Kategorien eine halbe über dem AEON Flow Open. Wer den Ether2 besitzt, benötigt den AEON Flow Open nicht mehr. Andersherum ist der Ether2 ein gutes – vielleicht das einzig mögliche Upgrade zum AEON Flow Open.

Der Sennheiser von Massdrop ist einfach zu preiswert, als dass es sich lohnt über einen Verkauf nachzudenken. Und zudem ist er immer noch der beste Kopfhörer der gesamten 6er-Reihe von Sennheiser, auch wenn das so wahrscheinlich nicht geplant war.

Der Hifiman Sundara spielt klanglich deutlich heller und sogar noch räumlicher als der Ether2, färbt aber den Klang ordentlich ein, was mir aber immer wieder sehr gefällt. Der Hifiman Sundara ist für mich ähnlich dem Sennheiser HD800, nur dass der Hifiman es so gerade noch nicht mit der Räumlichkeit übertreibt.

Der Focal Elex kommt dem Ether2 in Sachen Haptik, Klang und Räumlichkeit schon sehr nahe und legt bei der Dynamik sogar noch einen drauf. Er ist jedoch nicht so komfortabel wie der Ether2 und vor allem nicht so leicht. Hat der Ether2 sich in Sachen Tragekomfort die Schulnote 1 verdient, liegt der Elex bei einer 2. Zudem reagiert der Elex empfindlich darauf, wenn ihm etwas zu laut im Bassbereich zugespielt wird, denn dann kann es vorkommen, dass der Treiber maximal ausgelenkt wird, was dann als Verzerrungen zu hören ist. Das habe ich beim Ether2 noch nie erlebt, egal wie laut ich ihn gestellt habe.


7. Fazit & Bewertung

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Am Ende dieses doch sehr langen Berichts bleibt die Frage, ob die Investition von 2.199€ für den Ether2 gerechtfertigt ist?
Anhand der vielen Tests und Vergleiche, die ich hier dokumentiert habe, ist nun hoffentlich zumindest mein Eindruck gut transportiert worden.
Der Ether2 benötigt einen potenten Kopfhörerverstärker, um ihn auch bei Bedarf einmal richtig laut hören zu können und damit er bei geringen Lautstärken genug Dynamik entfalten kann. Zudem spielt der Ether2 eher natürlich und authentisch, wobei mit den Wechsel-Pads zu je 99€ der Klang leicht in Richtung spaßig oder leicht heller abgestimmt werden kann. Ich persönlich bevorzuge auch nach diesem intensiven Test weiterhin die Velours-Pads, die ihn im Bass und Hochton etwas balancierter und somit etwas “heller” werden lassen. In allen Konfigurationen spielt er technisch absolut auf höchstem Niveau und selbst die Nutzung von “Klangverbiegern” nimmt einem der Ether2 nicht übel. Im Gegenteil, er zeigt umso mehr, warum er – zumindest für mich – ein absoluter End-Game-Kopfhörer ist. Die Erhöhung von Bass resultiert nicht darin, dass er unpräzise wird, mehr Hochton macht ihn nicht schrill oder spitz und betonte Mitten lassen schwierige Instrumente in den Vordergrund bringen, ohne dass ein Klarinette plötzlich zur Trompete wird.


Bewertung – Ether2

  • 98%
    Tiefbass - 98%
  • 98%
    Bass - 98%
  • 98%
    Mitten / Stimmen - 98%
  • 98%
    Mitten / Instrumente - 98%
  • 98%
    Obere Mitten - 98%
  • 96%
    Brillanz / Hochton - 96%
  • 96%
    Auflösung / Transparenz - 96%
  • 96%
    Dynamik - 96%
  • 96%
    Räumlichkeit - 96%
  • 98%
    Design / Konstruktion / Verarbeitung - 98%
  • 100%
    Tragekomfort - 100%
  • 75%
    Preis - 75%
95.6%

8. Video & Galerie

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Mark "MLSensai"

gelernter Radio- und Fernsehtechniker mit Leidenschaft zu Kopfhörern, DAPs und sonstigen Miniklangwundern  liebt eine ordentliche Reproduktion satter Bässe, ausgewogene Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten, entspannter Hochton mit akzentuierter Brillanz, kurz TP-Signatur  hört mit Over Ears: Focal Elex, Fostex TH-X00; Sennheiser HD58X; InEars: Brainwavz B400, iBasso iT01; DAPs: Fiio X7.2, Shanling M3s & M0