Bluetooth Lautsprecher – Bang & Olufsen BeoPlay A1 – Magische Momente

Bei einem Preis von 249€ (Stand Juni 2016) sind die Erwartungshaltungen an ein „einfachen“ Bluetooth Lautsprecher sehr hoch. So ist es fast normal, dass bei einem High-End/Fashion Produkt wie dem BeoPlay A1 sehr genau hingeschaut wird und das um so mehr, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich gleich zwei Geräte zuzulegen, um in einen echten Stereo-Genuß zu kommen. Selbst Kleinigkeiten werden dann kritisiert, bei denen bei preisgünstigeren Mitbewerbern eher ein Auge zugedrückt wird. Wie das beim BeoPlay A1 aussieht möchte ich mit diesen Artikel im Detail beleuchten.

Edel und rund - BeoPlay A1

Edel und rund – BeoPlay A1

Meine zwei BeoPlay A1 habe ich online bei www.RoyalDesign.de bestellt. Die Bestellung war unkompliziert und die Lautsprecher wurden schnell geliefert. Warum habe ich nicht direkt bei B&O bestellt? Das ist einfach gesagt. Ein Punkt ist, dass ich bisher nur gute Erfahrungen mit diesem exklusiven Online-Shop gemacht habe, der Support ist stets kundenorientiert und zum anderen hatte ich noch einen Preisvorteil, den ich anwenden konnte.

Wer in B&O investiert, der tut dies ganz klar aus einem Markenbewusstsein heraus mit dem Wissen, dass man Produkte erhält, die von Anfang an auf einem so hohen Niveau sind, welches andere Mitbewerber nicht einmal im zweiten oder dritten Anlauf erreichen.
Sicherlich ist auch der BeoPlay A1 weit davon entfernt perfekt zu sein, doch für beispielsweise meine höchst individuellen Ansprüche bietet er derzeit das Optimum dessen, was ich zur Zeit auf dem Markt sehe und bietet mir dazu einen nahezu idealen Klang. Deshalb habe ich mich entschlossen, hier nicht die Nachteile in den Vordergrund zu stellen, wie meine Einleitung vermuten lassen könnte, sondern mein persönliches Einsatzgebiet zu veranschaulichen und zu zeigen, was der BeoPlay A1 schon sehr gut macht und wo ich für mich noch Wünsche habe.
Also stellt euch auf einen sozusagen komplett subjektive Bericht zum A1 ein. 😉

Vorwegnehmen möchte ich an dieser Stelle, dass wie schon kurz angedeutet der BeoPlay A1 aus meiner Sicht schon so viel richtig macht, dass ich nicht umhin komme, ihn derzeit als einen der besten Bluetooth Lautsprecher auf meiner persönlichen Rangliste einzuordnen.

Was macht diesen kleinen mono spielenden Bluetooth-Lautsprecher aber so besonders?

Meine Story
Als ich angefangen habe, mich mit Bluetooth Lautsprechern zu beschäftigen, war mein Anspruch, einen Lautsprecher zu haben, den ich am Abend vor mir auf dem Tisch platzieren kann und der im Nahbereich einen tollen Klang hat. Unsere Mietwohnung mit offenem Wohnzimmer macht ein Hören über die Stereo-Anlage kaum angemessen möglich, ohne dass die Kinder in den angrenzenden Schlafzimmern aufgeweckt werden. Das ist auch der Hauptgrund, warum wir Eltern keine Stereo-Anlage mehr besitzen. Viele getestete Lautsprecher waren okay und immer wieder gab es neue Modelle zum Testen, welche auch immer besser wurden. Doch nach einigen Wochen ohne Stereo-Anlage und ohne ordentlichen Fernseher-Sound musste wieder etwas her, was auch als Mini-Soundbar dienen sollte. So gelangte ich auch zu größeren Lautsprechern, wie dem JBL Xtreme, der aber in der Wohnung einfach zu „boomig“ ist, oder meinem aktuellen Harman/Kardon Go&Play, der nun vorrangig als Soundbar dient. Auch mein Vifa Helsinki ist, der ebenfalls bei www.RoyalDesign.de erhältlich ist, begleitete mich bisher zur Arbeit oder auf Geschäftsreisen und im Prinzip bin ich mit dem Helsinki schon außerordentlich zufrieden. Was aber alle diese Einzellösungen nicht bieten können, ist ein ordentlicher Klang in raumfüllendem Stereo, um wieder Musik so wie früher genießen zu können, wenn die Gelegenheit es zulässt. Die Kinder schlafen ja nicht immer. 😉

Also habe ich auch immer in diese Richtung meine Augen offen gehalten und einige Mini-Systeme durchprobiert. Zwei JBL Flip 3 waren zwar für den Garten gut, jedoch nicht um ernsthaft der Musik zu lauschen. Zwar bieten sie schönen Stereo-Klang, doch hinsichtlich HiFi-Klang ist da nichts zu holen. Daher wurden die Lautsprecher auch wieder größer und so endete das in zwei GGMM M4 Multiroom-Lautsprecher, die aber schon einigen Platz benötigen, die Teufel Boomster-Größe lässt grüßen. In Anbetracht der dieser Größe sind solche Lautsprecher zwar für den Garten perfekt, doch für die Küche beim Kochen oder zur Mitnahme in den Urlaub oder auf Dienstreise kaum zu gebrauchen. Also ging meine Suche weiter nach Lautsprecher, die höchst portabel sind, super Klang bieten mit tiefem Bass und sowohl im Wohnzimmer die Abende mitgestalten können als auch auf Reisen keinen unnötigen Platz beanspruchen. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass das alles zusammen wohl nicht vereint werden kann. Und als ich dann die Ankündigung zum BeoPlay A1 mitbekommen hatte, räumte ich ihm nicht solche Fähigkeiten ein. Erst nachdem die ersten Rezensenten ihm einen super Klang bestätigten, musste ich mich selbst überzeugen, ob hier wieder übertrieben wurde oder nicht. So bin ich dann zu den BeoPlay A1 gekommen.

Erst mit dieser Vorgeschichte und der noch folgenden Bewertung ist nachvollziehbar, warum der BeoPlay A1 zur Zeit für meine Ansprüche der ideale Lautsprecher ist. Nach dieser etwas längeren Einleitung komme ich nun aber zu den Einzelheiten, was den BeoPlay A1 ausmacht.

Verpackung
Der BeoPlay A1 kommt edel verpackt in einem Karton mit quadratischer Grundfläche daher und einer exakten Passform, in welcher der A1 liegt. Unter der aufgeschäumten Passform befindet sich noch das USB Typ-C Ladekabel und eine knappe Bedienungsanleitung. Das war es auch schon.

Design & Handhabung
Bild5Der A1 ist in seiner Grundfläche kreisrund mit einem Durchmesser von knapp 13cm. Dieser Übergroße Puck ist gute 5cm hoch, wobei die obere Kante abgerundet ist. Die komplette Oberseite ist ein Aluminium-Lautsprechergitter, welches mittels Schnappverschluß aufgedreht ist.
Die untere Hälfte des Lautsprechers beherbergt die Taster zur Bedienung, welche nicht zu erfühlen sind und hinter einer flexiblen Gehäusewand liegen. Unter den Piktogrammen befindet sich auch jeweils der Druckpunkt der zugehörigen Taste. Beim silbernen Lautsprecher sind die Beschriftungen nocBild6h gut zu sehen, bei dem dunklen Grün stelle ich mir das schon etwas schwieriger vor. Das macht die Bedienung leider etwas kompliziert, zumal die Bedienelemente an verschiedenen Positionen ringsherum angeordnet sind. Neben dem Einschalter sind Lautstärke Plus und Minus während die anderen Tasten Bluetooth und Play/Pause etwa 120° versetzt sind. Weitere 120° weiter befinden sich dann die USB Typ-C Buchse und die 3,5mm Klinke-Buchse.
Das stylische Lederband mit dem B&O Logo dient nicht nur dem Design, sondern zugleich auch der einfachen Aufhängung des A1.

UnterseiteDas Gehäuse des unteren Teils des BeoPlay A1 ist rutschhemmend beschichtet. In meinem Praxistest zeigt sich das als sehr gut gelöst. Selbst auf einem Glastisch bewegen sich meine beiden Lautsprecher auch bei hoher Lautstärke nicht.
Aus meiner Sicht ist der BeoPlay A1 kein Design-Meisterwerk, doch alles ist auf diese flache zylindrische Form konsequent reduziert, Ausnahmen werden auch zu Gunsten einer besseren Handhabung nicht gemacht. Die Bedienung ist dennoch nur eine Sache der Gewöhnung. Mittlerweile weiß ich auch im Dunkeln, wo der Einschalter zu finden ist und die Lautstärke sich einstellen läßt.
Meine Kinder hatten schon die Idee, kleine durchsichtige Ziersteine aufzukleben… vielleicht mache ich das sogar noch. 😉

 

Technik & Klang / Klang & Technik
Laut Bang & Olufsen soll der Lautsprecher bis zu 24 Stunden spielen und das mit einem Akku, der eine Energie von etwa 4.460mAh beim Laden über den 5V USB Anschluß aufnimmt. Mit USB Typ-C  orientiert sich B&O jetzt schon am neuen Standard und zeigt damit sofort, dass der BeoPlay A1 kein Saison-Produkt. Dennoch ist der A1 so einfach mit einer Powerbank auch unterwegs ladbar bzw. die Nutzungsdauer so einfach maximiert.  Ich selbst höre sehr oft bei nur 30% Lautstärke und im Büro sogar noch leiser. Bei mir hält der A1 immer mindestens zwei Tage in meinem Nutzungsmix aus. Ich schätze das auf insgesamt 18 Stunden Laufzeit, dann ist er aber auch bei 10% angekommen und will unbedingt geladen werden. Wenn ich am Wochenende insbesondere an einem Samstag auch schon bis zu 75% laut höre, dann muss er am gleichen Abend wieder an die Tankstelle, dann hat er aber auch locker 9 Stunden Spielzeit hinter sich. Die 24 Stunden sind ausschließlich erreichbar, wenn ich den A1 in Büro- bzw. Schlafzimmerlautstärke nutze, da hat er sogar knapp 27 Stunden durchgehalten. Das ist dann aber tatsächlich nur etwas lauter als Flüstern. In diesem Zusammenhang möchte ich auf das schon sehr bemängelte Rauschen kommen. Ja, der A1 hat ein Grundrauschen. Doch selbst bei Flüsterlautstärke überwiegt bei meinen beiden Geräten das Nutzsignal deutlich gegenüber dem Rauschpegel. Wenn ich im Schlafzimmer natürlich den A1 einfach einschalte ohne Nutzsignal zuzuspielen und alles totenstill ist, so höre ich das Rauschen natürlich auch aus 0,5m Abstand sehr deutlich, allerdings eben nur bei diesen Bedingungen. Auch bei einem 250€ Lautsprecher ist das für mich kein Grund zur Abwertung. Das Rauschen wird auch begünstigt durch eine höhenbetonte Einstellung mittels der App, denn das Rauschen kommt zu 90% aus dem Hochtöner. Wer hingegen den Lautsprecher eher wärmer abstimmt, der hört das Rauschen vielleicht gar nicht. Wie schon erwähnt , höre ich mittlerweile fast immer flat. Meine Beschreibungen beziehen sich in dieser Rezension immer auf die neutrale Grundeinstellung, denn diese ist auch im Stereo-Betrieb immer fest eingestellt.

Wie schon auf der Produktseite bei Bang & Olufsen zu sehen ist, sind nach dem Lösen des oberen „Deckels“ die aktiven Treiber zu sehen. Zudem sind die Gehäuseschrauben gut sichtbar, was auf eine einfache Öffnung im Bedarfsfall hindeutet. Ein Akku-Tausch sollte später durchaus machbar sein. Es handelt sich beim A1 um einen 2-Wege Lautsprecher. Die Frequenztrennung liegt bei 2kHz. In diesem Bereich haben fast alle Lautsprecher eine Senke, selbst solche mit Vollbereichstreibern. Das scheint im HiFi-Segment „normal“ zu sein. Klanglich hebt das den A1 auf ein ganz anderes Niveau im Vergleich zu Lautsprechern mit Breitband-Lautsprechern und Passivradiatoren. Der A1 Klingt bereits in der neutralen Abstimmung außerordentlich klar und setzt auf ein sauberes Bassfundament auf, was man sogar bei vielen großen Bluetooth-Lautsprechern vergebens sucht. Selbst bei 45Hz wird der Tiefbass ungeschönt doch druckvoll wiedergegeben ohne dass dort etwas zugedichtet wird. Anders als zum Beispiel der Bose Soundlink Mini beeindruckt der BeoPlay A1 mit tiefgehendem ausgewogenem Bass. Da braucht es keine besondere Betonung, denn allein der Tiefgang lässt den Klang nicht nur für einen Lautsprecher dieser Größe unglaublich erwachsen klingen. Diese Eigenschaft behält er sich sogar bis etwa 70% seiner Endlautstärke bei, dann aber stagniert der Basspegel, was aber auch selbst bei maximaler Lautstärke alles andere als dünn klingt.
Nachdem ich so den ersten A1 Lautsprecher quasi zu Probe gehört hatte und neben meinen bevorzugten Musikrichtungen auch ganz viele andere Musik gehört hatte, wollte ich wissen, wie sich denn zwei im Stereo-Modus machen.
Dabei ging es mir hauptsächlich darum, ob zwei deutlich besser als einer klingen oder bis auf Stereo kaum ein Mehrwert zu erwarten ist.

Ich muss sagen, dass gerade am Anfang die Kopplung der beiden A1 nach Anleitung nicht ganz so gut funktioniert. Mittlerweile klappt das mit meiner eigenen Technik deutlich besser. Wenn ich erst den Lautsprecher in den Stereo-Modus versetze, der noch nicht spielt und dann den, der bereits aktiv ist, klappt es komischerweise immer. Einziges Manko ist, es spielt dann nur erst ein Lautsprecher weiter, da der als zweiter in den Kopplungsmodus versetzte Lautsprecher der der Slave-Lautsprecher ist. Die Zuspielung für den Stereoklang muss aber am Master erfolgen, so wird dann der Zuspieler einfach mit dem anderen Lautsprecher verbunden und schon spielt das Set in Stereo. Der Slave Lautsprecher ist weiterhin mit einem anderen Gerät koppelbar und spielt auch dessen Musik oder Statustöne ab. Sobald der Slave kein direktes Signal von extern mehr bekommt, spielt er wieder als rechter Stereokanal im Slave-Betrieb weiter.
Ganz so dumm ist das Verhalten nach einiger Überlegung dann doch nicht. 😉
Wenn ich nämlich beispielsweise das Stereo-Set auch mal lauter mit meinem Sony NWZ-A15 MP3-Player betreibe, bekomme ich dennoch mit, wenn ich einen Anruf erhalte, dann klingelt der Slave nämlich hörbar mit.

Die Lautstärke lässt sich bei beiden Lautsprechern als Systemlautstärke einstellen und sobald ein Lautsprecher ausgeschaltet wird, schaltet sich auch der andere aus. Das gefällt mir ziemlich gut. Leider funktioniert der Stereo-Modus nur bei Zuspielung über Bluetooth oder wenn der Master am Notebook via USB angeschlossen wird. Am Notebook wird der Lautsprecher dann als Digitaler Lautsprecher erkannt und schon wird das digitale Signal an den Slave weitergereicht. Wird der Master via Klinke-Kabel bespielt, ist leider kein Stereo-Modus möglich. Da würde ich mir eine Verbesserung ala RIVA S wünschen. Da wird dann auch das analoge Klinke-Signal weitergeleitet, zumindest der linke Kanal.

Soweit zur Technik, was bringt der Stereo-Modus aber klanglich?
Da muss ich gestehen, war ich baff. Einen ähnlichen Effekt hatte ich schon bei zwei Flip 3 von JBL, doch mit den zwei BeoPlay A1 war der Effekt um ein Vielfaches intensiver. Das nun ein lupenreiner Stereo-Effekt zu hören ist, ist klar, geschenkt. Jedoch zeigt sich hier einmal mehr, dass die Summe aller Teile auch mehr sein kann als nur ein Ganzes. Klanglich bietet sich im Stereo-Betrieb ein ganz neues Klangerlebnis auch und gerade im Vergleich zu herkömmlichen frontal stehenden Stereo-Lautsprechern einer HiFi-Anlage.
Insbesondere im Bassbereich klingt das 2er A1-Set mächtig erwachsen. Beim ersten Test war mein Freund dabei und der ist absoluter Marillion Fan. Als er seine Lieblingsstücke angespielt hatte, bekam er regelrecht Gänsehaut auf seinen Armen und meinte nur trocken: „Jetzt hast du hier doch deine Mini HiFi-Anlage. Das klingt wie aus meinen Quadral zu Hause.“ Und ich muss sagen, auch jetzt etwa drei Wochen später sehe ich das ähnlich. Eine HiFi-Anlage kann ich mir so lange schenken, bis ich der Meinung bin, dass ich dann doch wieder einen offensichtlich repräsentativen Klotz im Wohnzimmer stehen haben muss mit hunderten Watt Leistung, auch wenn ich die hier in der Mietwohnung niemals ausfahren kann. Aber jetzt, solange abends die Kinder nicht unbedingt geweckt werden sollen, kann ich beide A1 genau da platzieren, wo ich sie haben will und höre immer den Stereo-Klang, den ich zuvor so vermisst habe. Satter tiefgehender Bass, klare Mitten und brillante Höhen und das in einer Lautstärke, bei der man sich auch nicht mehr Unterhalten kann, also mehr als laut genug.

Das ist aber nicht alles, denn die A1 spielen ja quasi als punktförmige Schallquellen senkrecht nach oben und so ist auch der Stereo-Raumklang ein ganz anderer wie bei normalen nach vorn gerichteten Lautsprechern. Wenn ich die BeoPlay A1 sich gegenüber in den Raumecken platziert spielen lasse, so spielen sie nicht gegeneinander sondern füllen den Raum so aus, dass sich überall dazwischen ein Stereo-Bild wahrnehmen lässt, auch wenn es außerhalb der Mitte leicht verlagert klingt. Ich schreibe hier bewusst nicht Sweet-Spot, denn das Stereo-Empfinden mit den A1 ist mit frontal stehenden Standlautsprechern oder Regalboxen aus meiner Sicht nicht vergleichbar. Das muss man einfach selbst im Vergleich hören, dann wird das erst klar. Wer das zuvor nicht gehört hat, kann sich das auch nicht vorstellen.
Wer aber mehr den klassischen frontal ausgerichteten Klang mag, der hängt sich die A1 einfach an die Wand oder stellt sie mit beliebigen Hilfsmitteln einfach senkrecht frontal vor sich hin. Mir gefällt nach kurzer Gewöhnung die senkrechte Ausrichtung im Raum deutlich besser. Das war damals schon mit den Libratone Zipp Mini hervorragend, die nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten, allerdings klanglich und in Sachen Laufzeit via Akku nicht annähernd mit den A1 mithalten können.

An dieser Stelle bringt es nichts, wenn ich etwas zu einzelnen Musikstücken schreibe um den Klang des A1-Stereo-Paars weiter zu beschreiben. Natürlich ist deren Leistung begrenzt und gerade bei maximaler Lautstärke zeigt sich, dass der A1 doch „nur“ ein sehr guter portabler Bluetooth Lautsprecher ist. Doch bei halber Lautstärke steht das Stereo-System meinem Go&Play klanglich in Nichts nach, im Gegenteil. Auf den Preis des A1-Stereo-System reite ich nicht herum, denn entweder ist man bereit, diese Investition zu tätigen oder nicht. In meinem Fall war das in gewisser Weise ein Experiment, doch aufrund meiner Erfahrungen kann ich diese Investitionen allen empfehlen, die bis hierher sich im Prinzip wiederfinden. Ich halte auch nichts davon, alle Punkte zu finden, die doch bei dem Preis hätten gleich richtig gemacht werden müssen. Wie schon eingangs erwähnt steht B&O für Qualität und an dieser Stelle möchte ich das Wort „nachhaltig“ ergänzen. Denn nach einem Produktrelease kümmert sich B&O um seine Käufer und bietet neben aktuellen Apps für iOS und Android bisher auch immer Firmware Updates für die Produkte. Sicherlich gibt es immer wieder Kleinigkeiten, die besser oder einfach einfacher funktionieren könnten, sei es die Android App, welche den aktiven Lautsprecher nicht immer sofort erkennt oder aber der doch recht umständliche Kopplungsmodus für das Stereo-System, das bei jeder Benutzung manuell oder per App neu eingerichtet werden muss. Hier wünsche ich mir eine automatische Herstellung des vorherigen Betriebszustandes, wenn beide Lautsprecher aktiviert sind.
Es wird spannend, was noch alles am A1 verbessert wird. Ich bin mir aber fast sicher, das genau die genannten Punkte noch überarbeitet werden. Vielleicht wird der A1 am Ende noch der perfekte Lautsprecher.

Fazit
Unterm Strich bekommt man mit dem Bang & Olufsen BeoPlay A1 einen sowohl preislich als auch technisch in aller Hinsicht exklusiven, ultramobilen Bluetooth Lautsprecher mit großartigem Klang und besonderem Charakter. Mit zwei A1 im Stereo-Modus bekommt das ganze schon etwas Magisches.

Zur Zeit sind zwei A1 Lautsprecher nicht das lauteste aber das am besten klingende Stereo-System auf Basis zweier Bluetooth Lautsprecher im Jackentaschen-Format. Großartig!

Von mir hier an dieser Stelle 95%!

Kleine Bildergalerie

Mark "MLSensai"

  • gelernter
  • Radio- und Fernsehtechniker mit Leidenschaft zu Kopfhörern, DAPs und sonstigen Miniklangwundern
  • liebt
  • eine ordentliche Reproduktion satter Bässe, ausgewogene Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten, entspannter Hochton mit akzentuierter Brillanz -> bildlich ein leicht nach links gedrehter, flacher Kreisausschnitt als Klangkurve
  • hört mit
  • Over Ears: Sennheiser HD700, Fostex TH-X00; InEars: Brainwavz B400, iBasso iT01; DAPs: Fiio X7.2, Shanling M3s